Vor ihrer neuen Firmenzentrale in der Pamplonastraße: Die beiden Ecoprotec-Geschäftsführer Christoph Rogalla (l.) und Markus Engemann haben sich schon an der Fachhochschule kennengelernt. - © Hans-Hermann Igges
Vor ihrer neuen Firmenzentrale in der Pamplonastraße: Die beiden Ecoprotec-Geschäftsführer Christoph Rogalla (l.) und Markus Engemann haben sich schon an der Fachhochschule kennengelernt. | © Hans-Hermann Igges

Paderborn Dienstleister für betriebliche Sicherheit bezieht neue Firmenzentrale

Die Kümmerer aus Mönkeloh

Hans-Hermann Igges
14.08.2018 | Stand 14.08.2018, 11:00 Uhr

Paderborn. Ob auf Baustellen oder an Maschinen, in Betrieben oder in den Tiefen der Informationstechnik: Sicherheit ist für Unternehmen inzwischen ein Riesenthema. Und das nicht nur, weil dauernd neue Vorschriften beachtet werden wollen. Seit fast zwei Jahrzehnten kümmert sich die Paderborner Firma Ecoprotec um die betriebliche Sicherheit ihrer Kunden. Aus dem 2000 gegründeten Zwei-Mann-Unternehmen der Umwelttechniker Christoph Rogalla und Markus Engemann ist ein mittelständisches Unternehmen auf beständigem Wachstumskurs geworden. Nun verfügt die Firma auch über eine eigene, nagelneue Zentrale für 3,5 Millionen Euro im Paderborner Industriegebiet Mönkeloh. Seit Mitte Februar arbeiten 75 der insgesamt 105 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am neuen Standort in der Pamplonastraße 19 - wenn sie nicht gerade bei einem der zahlreichen Kunden sind. Zuvor hatte die Firma in Paderborn zwei Standorte: an der Heiersstraße und in der Alten Torgasse. Die sollten an einem Ort versammelt werden und auch endlich mehr Platz haben. Mitarbeiter sind auf bundesweit 400 Baustellen unterwegs Allein bundesweit 400 Baustellen wie Hochbauten, Straßen oder auch Autobahnbrücken werden derzeit von Ecoprotec-Mitarbeitern in Fragen der Sicherheit betreut. "Damit erzielen wir die Hälfte des für dieses Jahr angepeilten Umsatzes von rund 6,5 Millionen Euro", sagt Christoph Rogalla. Wachstumstreiber sei aktuell aber vor allem der Datenschutz. In den letzten drei Monaten habe man dafür sechs neue Spezialisten eingestellt. "Wegen der zum 25. Mai in Kraft getretenen Datenschutzverordnung haben wir rund 100 Neukunden gewonnen. Der Bedarf ist und bleibt riesig", erklärt Markus Engemann. Entsprechend haben die beiden 50-jährigen Firmenchefs, die sich schon während ihres Studiums der Umwelttechnik an der damaligen Abteilung Höxter der Universität-Gesamthochschule Paderborn kennengelernt haben, mit ihrem Neubau auch auf Vorrat investiert: In dem vierstöckigen Bürogebäude mit 2.000 Quadratmetern Nutzfläche auf einem 6.800 Quadratmetern großen Grundstück sind Büros momentan mit höchstens zwei Mitarbeitern belegt, hätten aber Platz für drei. Zu den weiteren Geschäftsbereichen des expandierenden Unternehmens gehören Sicherheitsfragen in Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit, Brand- und Explosionsschutz sowie Umweltschutz. "Unsere Kunden kommen vor allem aus Mittelstand und Industrie, aber auch aus dem öffentlichen Bereich", sagt Christoph Rogalla. Sie schätzten es, wenn man sich aktiv um sie kümmere. Rogalla: "Sicherheitsfragen sind oft so komplex, dass man sie gerne komplett auf uns verlagert. Das ist die Folge davon, dass die Behörden ihrerseits den Arbeitsschutz völlig in die Verantwortung unserer Kunden übertragen." Und die gesetzlichen Anforderungen seien inzwischen so hoch, dass die Kunden wiederum gar nicht erst bei den Kontrollbehörden auffallen wollten. Rogalla: "Wenn eine Baustelle erst einmal still gelegt wird, kommt das in der Regel danach richtig teuer." Eigene Seminarräume mit Terrasse und Küche stehen im Erdgeschoss des Neubaus zur Verfügung Inzwischen bestehe das Geschäft zu 60 Prozent aus Dauerbetreuung, mit der man natürlich gut planen könne, und zu 40 Prozent aus Projektarbeit, berichtet Markus Engemann. Standorte befänden sich außer in Paderborn in Frankfurt/Main, Hamburg, Berlin, Dortmund, Düsseldorf und München. Da nicht immer für alle Kundenanfragen sofort die richtigen eigenen Mitarbeiter einsetzbar seien, verfüge man über ein Netzwerk mit Partnern. Christoph Rogalla sagt: "Bei Bedarf werden aus diesem Netzwerk auch Fachleute engagiert, um für Kunden Seminare zu veranstalten." Die Seminarsparte mit vier eigenen Mitarbeitern habe man im Frühjahr als Ecoprotec Akademie GmbH zur Erweiterung des Dienstleistungsspektrums ausgegründet. Eigene Seminarräume mit Terrasse und Küche stehen im Erdgeschoss des Neubaus zur Verfügung. Fast autark ist Ecoprotec auch beim Stromverbrauch. "Die Photovoltaikanlage auf dem Dach leistet einen Großteil des Bedarfs", sagt Christoph Rogalla. Für weitere Niedrigenergie-Effekte sorgen eine Dreifachverglasung, eine Luft-Wärme-Pumpe und eine innen liegende Dämmung.

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