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Paderborn Libori 2019 soll auch im CB-Funk ein Hit werden

Nach dem Fest ist vor dem Fest: Beim nächsten Mal soll auch CB-Funk für Akzente sorgen. Der Paderborner Xaver Lühnen setzt auf viele Mitstreiter für seine originelle Idee

Hans-Hermann Igges
09.08.2018 | Stand 10.08.2018, 11:28 Uhr

Paderborn. Schon vor der Ära des Mobiltelefons gab es eine Möglichkeit für Jedermann, sich über teils sogar weite Entfernungen mitzuteilen: CB-Funk. Eine robuste Technik, die auch heute noch viele Freunde hat - nicht nur unter Lkw-, Bus- oder Taxifahrern. Schon im nächsten Jahr könnte sie für originelle Akzente im Libori-Programm sorgen. Zum Beispiel: Den Libori-Tusch im Original CB-Knister-Ton. Darum bemüht sich der Paderborner Xaver Lühnen (65) aus Schloß Neuhaus, im Hauptberuf Dozent für Elektronik und ihre Qualitätssicherung, und in der Freizeit leidenschaftlicher Radio- und Elektronik-Bastler. Die Idee kam ihm, als er einen selbst gebauten CB-Funk-Repeater, also einen Apparat, der Funksignale aufnimmt und weitergibt, an verschiedenen Orten auf seine Reichweite testete. Lühnen: "Ein Netz solcher Repeater, vielleicht ein halbes Dutzend, im ganzen Hochstift verteilt, könnte man dazu benutzen, Nachrichten oder Grüße zu verbreiten. Das wäre doch eine schöne Möglichkeit, all die alten CB-Funk-Geräte, die viele Leute noch in ihren Bastelkellern haben, wieder in Gebrauch zu bringen." Auch Handfunkgeräte mit kurzer Reichweite sind geeignet Doch nicht nur die kleinen schwarzen Kisten, die Fans bis in die neunziger Jahre meist in ihren Autos nutzten, sondern auch alle Handfunkgeräte, die eigentlich nur für kürzere Distanzen ausgelegt sind, können wieder in den Einsatz kommen. Xaver Lühnen: "Gefunkt werden soll auf Kanal 3 mit der Frequenz 26,9 Megahertz. Auf diesem Kanal funktionieren auch alle älteren Geräte." Damit abgesehen von den zur Zeit vielleicht 250 aktiven CB-Funkern im Hochstift auch viele Menschen, die kein eigenes Funkgerät haben, mitmachen können, hat der Neuhäuser auch eine Idee: "Dazu könnte man zu Libori mobile CB-Funk-Stationen aufstellen, zum Beispiel an beliebten Treffpunkten wie der Libori-Oase an der Gaukirche. Von dort könnten dann alle ihre Grüße sprechen." Seine Vision: Die Familie grüßt live die Oma, die irgendwo im Hochstift im Altersheim an einem CB-Funk-Gerät mit Lautsprecher sitzt. Weil aber im CB-Funk jeder erst einmal ungefiltert alles sagen kann und alle mithören, will Xaver Lünen auch selbst im Hintergrund aktiv sein. Sozusagen zur Sicherheit. Alle abgesetzten Sprüche gehen nämlich zunächst in die Richtung seines Empfangsgerätes, das es dann mit einigen Sekunden Verzögerung an den nächsten Repeater weiter verteilt. Lühnen: "Zur Not, wenn jemand völligen Quatsch erzählt, greife ich ein und nehme ihn aus dem Kanal." Und weil er natürlich nicht 24 Stunden mit einem Ohr an Kanal 3 hängen kann, soll die Sendezeit in etwa mit den Öffnungszeiten des Pottmarktes identisch synchronisiert werden. Aktuell sucht Xaver Lühnen CB-Funk-Begeisterte als Mitstreiter, die mit ihm gemeinsam Repeater-Stationen basteln und aufbauen sowie alte Geräte reaktivieren, um sie - zum Beispiel - in Altersheimen wieder aufzustellen. Dazu hat er einen Workshop an zwei Freitagnachmittagen (am 19. und 26. Oktober geplant). Lünen: "Alte Hasen sind ebenso gerne gesehen wie Studenten und Schüler." Lünen: "Auch wer noch ein CB-Funkgerät im Keller hat und nicht selbst nutzt oder als Sponsor einsteigen möchte, kann sich gerne bei mir melden." Einen Testbetrieb will Xaver Lühnen ab Montag, 20. August, auf dem CB-Funkkanal 41 (26,565 MHz) aufnehmen. Dort meldet sich alle 15 Minuten die kurze Ansage: "Hier ist der Libori Sprachrepeater auf Kanal 41." Informationen und Kontakt per Email unter: xaver.luehnen1@unitybox.de

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