Leise rieselt der Sand: Mariano Guarro (l.) und Antonio Moro, Betreiber des „Eisklang am See", verwandeln das Lippesee-Ufer in einen Strandclub. - © Hans-Hermann Igges
Leise rieselt der Sand: Mariano Guarro (l.) und Antonio Moro, Betreiber des „Eisklang am See", verwandeln das Lippesee-Ufer in einen Strandclub. | © Hans-Hermann Igges

Paderborn Neuer Beachclub am Lippesee: Chillige Grüße vom Strand in Paderborn

Lippesee: Zwei junge Paderborner Gastronomen und das Getränkeunternehmen MBG setzen auf das Freizeitgelände im Westen der Stadt. Ihr Strandclub-Konzept soll auch für die weniger sonnigen Tage taugen

Hans-Hermann Igges
04.07.2018 | Stand 03.07.2018, 18:47 Uhr

Paderborn. Vor zwei Jahren saß Mariano Guarro, Paderborner Jung-Gastronom aus der traditionell italienisch-stämmigen Zunft der Eismacher, am Strandkiosk des Lippesees. Und dachte sich: Daraus könnte man mehr machen, einen Strandclub wie am Mittelmeer zum Beispiel. „Ich habe der Kioskbesitzerin erzählt, dass ich Interesse hätte. Jetzt ist es so weit", freut sich Guarro. Denn gerade ist er dabei, sich mit Gastronomie-Partner Antonio Moro diesen Traum zu erfüllen. Auch wenn noch nicht alles ganz so traumhaft aussieht, ist die Resonanz bereits begeistert. „Das war wie ein Tag Urlaub!", ruft eine junge Mutter, die nach einem sonnigen Strandtag den See verlässt, Antonio Moro zu. Sie hat drei Kinder im Schlepptau und jede Menge Schwimmhilfen aus Plastik nebst Badezeug im Arm. Moro strahlt. Der ehemalige Inhaber der „Paderschänke" im Paderquellgebiet und der Trattoria „Tre Angeli" (Warburger Straße) setzt nun mit Mariano Guarro – seine Familie betreibt das Eiscafé „Eisklang" am Dörener Weg – ganz auf sein neues Revier, den Lippesee. Auf feines Eis und leichte Kost nebst Chillen und Kurz-mal-Abtauchen. 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit von der Partie. Sie haben alle Hände voll zu tun, wenn wie am letzten Wochenende bis zu 1.000 Besucher am Tag den Strand und weitere 1.000 das Bistro belagern. Strand-Nutzer über 12 Jahre zahlen dafür 3 Euro Eintritt, Bistro-Besucher dürfen Aussicht und Sonne gratis genießen. MBG investiert eine "sechsstellige Summe" Guarro und Moro haben allerdings auch einen finanzkräftigen Investor an der Seite: Der weltweit tätige Getränkevertrieb MBG mit Hauptsitz Paderborn (Jahresumsatz mit 250 Mitarbeitern: 200 Millionen Euro), steckt nach eigenen Angaben eine „sechsstellige Summe" in den Umbau des in die Jahre gekommenen Kioskgebäudes mitsamt der Anlagen. Jede Menge feiner Sand wurde bereits aufgeschüttet, seitdem die beiden das Areal im Frühjahr von der Lippesee-Freizeitanlagen GmbH & Co. KG gepachtet haben. Einige hundert Quadratmeter Asphalt und Wiese sollen noch zusätzlich in einen „Salitos-Beachclub" verwandelt werden und damit dem Lifestyle-Bier aus dem MBG-Markenreich huldigen. Dazu gehören Palmen und Olivenbäume, die extra aus Spanien importiert werden, ebenso wie Beach-Möbel. Neuer Barbecue-Bereich geplant 22 mit Reet gefertigte Schattenspender der Strohschirm-Manufaktur Bremen stehen zum Teil schon. Der Außenbereich bekommt eine üppige Holz-Terrasse, das Gebäude wird mit Strohdach und Holzverkleidungen passend in Szene gesetzt, auch ein Barbecue-Bereich ist geplant. Antonio Moro: „Der bisherige Wintergarten soll in unseren Gastraum für die kühleren Tage verwandelt werden." Dann sollen mediterrane Küche, aber auch Musikveranstaltungen in das Bistro „Eisklang am See" locken. Moro: „Wir werden höchstens zwei Monate im Winter schließen." Mit dem Strandclub beginnt nun langsam die Entwicklung, den Lippesee für Besucher attraktiver zu machen. Lippesee-Freizeitanlagen-Geschäftsführern Gabriele Richter: „Wir haben noch einiges vor. Genaueres kann ich aber noch nicht verraten."

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