0
Grund zur Freude: Bürgermeister Michael Dreier (r.) und Uni-Vizepräsident Rüdiger Kabst (l.) erhielten von Minister Andreas Pinkwart den in eine schwarze Kladde verpackten Förderbescheid für Garage 33. - © Hans-Hermann Igges
Grund zur Freude: Bürgermeister Michael Dreier (r.) und Uni-Vizepräsident Rüdiger Kabst (l.) erhielten von Minister Andreas Pinkwart den in eine schwarze Kladde verpackten Förderbescheid für Garage 33. | © Hans-Hermann Igges

Paderborn Geld vom Minister für Garage 33

Minister Andreas Pinkwart überreicht Bescheid über 750.000 Euro. 
Die fließen in die Entwicklung spezieller Beratungsformate

Hans-Hermann Igges
04.08.2017 , 08:27 Uhr

Paderborn. Dafür rückten die Entscheider auch aus ihrem Urlaub an: Bürgermeister Michael Dreier und Rüdiger Kabst, Vizepräsident der Universität Paderborn und Leiter des Technolgietransfer- und Existenzgründungscenter (Tec-Up), unterbrachen ge-stern die Ferien, weil hoher Besuch aus Düsseldorf sich angesagt hatte: Andreas Pinkwart, neuer Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Dieser verband einen Besuch des noch neuen Innovations- und Start-up-Zentrums Garage 33 im Technologiepark mit einer höchst willkommenen Botschaft: Einem Förderbescheid des Landes über insgesamt 750.000 Euro, die über drei Jahre verteilt in den laufenden Betrieb von Garage 33 fließen sollen. Rüdiger Kabst: „Das Geld wird zum Beispiel genutzt für Coaching- und Qualifizierungsprogramme oder Workshops. Ein Team entwickelt gerade die entsprechenden Formate dafür." Insgesamt gehören laut Kabst derzeit zum Garage-33-Team 15 Mitarbeiter, die zum Teil auch von Tec-Up oder von seinem Lehrstuhl stammen. Durch die Förderung könne man nun drei bis fünf weitere Mitarbeiter einstellen.

Den Antrag beim Wirtschaftsministerium hatte Kabst zusammen mit der Stadt bzw. der Standortinitiative „Paderborn überzeugt" gestellt, die beide die Garage 33 unterstützen. Pinkwart: „Wir brauchen Orte wie die Garage 33, an denen Kreative und Mittelständler über den Tellerrand schauen, Ideen austauschen und disruptive Geschäftsmodelle entwickeln können. In einem solchen Klima können den Markt verändernde Innovationen entstehen, die den High-Tech- und Digitalstandort Paderborn weiter voran bringen."

Mit dem Fördervorhaben soll ein Umfeld erprobt und entwickelt werden, in dem Unternehmen außerhalb ihres Betriebes mit branchenfremden Querdenkern zusammenarbeiten können. Dabei soll ein Portfolio an Formaten entstehen, das Mittelständlern er-möglicht, in kurzen Abständen neue Produkte, Prozesse und Geschäftsideen zu entwickeln und zu testen.

Garage 33 wurde im Mai eröffnet. Mit dem Projekt sollen am Standort Paderborn Digitalisierungs-Start-ups und Spin-offs entstehen sowie Arbeitsplätze bei Mittelständlern und in Start-ups. Uni-Vizepräsident Kabst zeigte sich gestern stolz, innerhalb eines Jahres insgesamt drei Millionen Euro an Unterstützung von Wirtschaftsunternehmen, Stadt Paderborn und nun auch durch das Land NRW für das Innovationszentrum eingesammelt zu haben.

Mit Bausteinen wie unter anderem einem Fonds für Risikokapital und einem Netzwerk erfahrener „Business Angels" habe man inzwischen „sehr ordentliche Puzzlesteine" für einen Erfolg beisammen, sagte Kabst.

Mehr zum Thema

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken