Umringt: Der Auftritt von Wolfgang Bosbach sorgt am Wahlkampfstand von Daniel Sieveke für reichlich Publikumsverkehr. - © Marc Köppelmann
Umringt: Der Auftritt von Wolfgang Bosbach sorgt am Wahlkampfstand von Daniel Sieveke für reichlich Publikumsverkehr. | © Marc Köppelmann

Wolfgang Bosbach unterstützt Daniel Sieveke im Straßenwahlkampf

Landtagswahl am 14. Mai: Wolfgang Bosbach unterstützt CDU-Kandidat Daniel Sieveke im Straßenwahlkampf. Die Gespräche mit den Passanten drehen sich dabei nicht nur um die Politik

Paderborn. Wie es ihm denn gesundheitlich gehe, fragt eine Passantin Wolfgang Bosbach. „Fragen Sie mich am Sonntag nach 18 Uhr. Wenn es gut läuft, dann geht’s mir wieder gut", lautet seine Antwort, die unter den Umstehenden in der Paderborner Westernstraße für Gelächter sorgt. Dort hat der an Krebs erkrankte CDU-Politiker am Dienstag den Landtagskandidaten Daniel Sieveke im Straßenwahlkampf unterstützt und für einen großen Auflauf örtlicher Parteimitglieder und interessierter Paderborner gesorgt. Dabei strahlt Bosbach, der auf Einladung seines Bundestagskollegen Carsten Linnemann nach Paderborn gekommen ist, spürbar Zuversicht aus, was die Landtagswahl am Sonntag angeht. Als eine Frau ihren Unmut über die rot-grüne Schulpolitik äußert, beruhigt er sie mit den Worten: „Nur noch fünf Tage leiden, dann ist das Thema erledigt." Weitere Themen, auf die der vor allem durch seine zahlreichen Auftritte in TV-Auftritte zu großem Bekanntheitsgrad gekommene Innenpolitiker angesprochen wird, sind etwa die Europäische Zentralbank und die AfD. Ein Passant hält Bosbach das Buch „Die Dilettanten" unter die Nase, Untertitel: „Wie unfähig unsere Politiker wirklich sind." Bosbach meint er damit nicht, ganz im Gegenteil: Der 64-Jährige genießt unter den Umstehenden, die meisten von ihnen älteren Jahrgangs, größte Sympathien. „Das ist einer, der echt ist", sagt ein Mann. Den Bosbach habe er schon immer mal live erleben wollen. Martina Gramlich, stellvertretende Vorsitzende der Paderborner Frauen-Union, ist auch eigens für Bosbach in die Innenstadt gekommen. Sie schätze an ihm, dass er so ein engagierter Politiker sei, der auch kritisch sein kann. „Er verfolgt eine gerade Linie und bleibt sich selbst treu", sagt sie. Eine Rede hält Bosbach zur Enttäuschung vieler Fans allerdings nicht. Sogar kirchlichen Segen gibt es für den Rheinländer: Schwester Therasita vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken nutzt die Gelegenheit, dem aus ihrem Nachbarort stammenden Politiker viel Erfolg zu wünschen. Ein ganz besonderes Anliegen hat Marianne Franke aus Nordborchen. Sie hat Wolfgang Bosbach im Oktober bei der Pseudo-Doku „Die Geissens" auf RTL 2 gesehen. Ihr Mann habe ihr das jedoch nicht geglaubt. Nun aber hat die 73-Jährige es schriftlich. Denn Wolfang Bosbach hat ihr nicht nur ein Autogramm, sondern einen ganzen Satz aufgeschrieben. Auf dem Zettel steht: „Ich war bei den Geissens."

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