Rappelvoll: Public Viewing ist seit der WM in Deutschland im Jahr 2006 in Mode. Seither gibt?s kein internationales Turnier mehr, bei dem nicht gemeinsam gejubelt wird - so wie zum Beispiel im Brauhaus, wo dieses Foto bei der WM 2014 entstand. - © Marc Köppelmann
Rappelvoll: Public Viewing ist seit der WM in Deutschland im Jahr 2006 in Mode. Seither gibt?s kein internationales Turnier mehr, bei dem nicht gemeinsam gejubelt wird - so wie zum Beispiel im Brauhaus, wo dieses Foto bei der WM 2014 entstand. | © Marc Köppelmann

Paderborn Rollt der Ball, gibt's Stimmung überall

Paderborner Gastronomen bereiten das Public Viewing vor. Gezeigt werden die Spiele in großen und kleinen Kneipen, aber auch Biergärten

Birger Berbüsse
04.06.2016 | Stand 11.10.2018, 18:12 Uhr
Heinrich Heitmann: Lädt auf den Franz-Stock-Platz ein. - © Björn Prüßner
Heinrich Heitmann: Lädt auf den Franz-Stock-Platz ein. | © Björn Prüßner

Paderborn. Der deutsche Kader für die Fußball-EM steht. Und auch die Paderborner Gastronomen sind für das Turnier gerüstet. Für die Fans bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zum Rudelgucken. Unsere Auflistung entbehrt jeglichen Anspruch auf Vollzähligkeit.

Das fußballerische Epi-Zentrum liegt natürlich wieder auf dem Franz-Stock-Platz, wo bis zu 3.500 Fans alle 51 Spiele auf einer 20 Quadratmeter großen LED-Bildschirmwand verfolgen können. Die Neue Westfälische ist erneut Partner dieser größten Fan-Bühne der Region.

Ein ähnliches Public-Viewing-Feeling gibt es ansonsten wohl nur noch im Biergarten des Brauhauses. Wie bei den vergangenen Turnieren stellt Geschäftsführer Karl-Heinz Militzer die bewährte 12 Quadratmeter große Leinwand auf, auf der alle Duelle zu sehen sind. Bis zu 400 Fans fasst der Biergarten, der wieder stadionmäßig geschmückt werden soll.

Große Leinwände für den puren Fußball-Genuss finden die Paderborner Fans auch im Feuerstein, im Café & Bar Celona (elf Minuten Freibier bei jedem deutschen Tor) und im Capitol (hier werden nur die deutschen Spiele gezeigt). Und wenn schon sowohl Irland als auch Nordirland vertreten sind, darf natürlich auch der Irish Pub nicht fehlen. Der Auld Triangle zeigt alle Spiele mit deutscher, britischer und irischer Beteiligung.

Erstmals seit 2010 übertragen beide Paderborner Kinos die Partien der Nationalmannschaft. Nachdem das UCI bei den vergangenen zwei Turnieren keine Lizenz bekommen hatte, erhielt das Kino diesmal die Freigabe. Die Spiele laufen in den großen Sälen, der Eintritt ist frei; im UCI gibt es allerdings einen Mindestverzehr. Aber auch kleinere Bars, Gaststätten und Restaurants sind bestens auf die EM und die fußballhungrigen Fans vorbereitet. Fast alle haben mindestens eine Leinwand. Eine davon steht im beschaulichen Biergarten "Bei Berni" im Riemekeviertel. "Jeden Abend wird gegrillt", verspricht Inhaber Bernhard Queren. Und blickt schon mal auf den 10. Juli: "Wenn Deutschland den Titel holt, dann werde ich mich nicht lumpen lassen und ein Fässchen spendieren."

Dass Kultur und Fußball durchaus zusammen passen, zeigt sich wieder im Sputnik. "Bei uns herrscht keine fußballfreie Zone", betonen die Inhaber, die alle deutschen Spiele sowie die Eröffnungspartie und das Finale zeigen wollen. Als zusätzlichen Nervenkitzel gibt es ein Tippspiel: Wer das Ergebnis richtig vorhersagt, bekommt eine Überraschung. Einen Schnaps für jedes Deutschland-Tor gibt Katja Gesecus in der Akka aus. Die Musikkneipe überträgt alle deutschen Spiele und bei Interesse gerne auch andere Partien. Ralf Selle richtet an seiner Kneipe "Zum Ölberg" einen kleinen Biergarten ein und serviert pro Treffer einen "Ölberger". Im Deutschen Haus, dem Kampus, im Kump und in der Gerichtsklause läuft die EM-Runde auf großen Fernsehern. Wolfgang Tölle ist allerdings nicht ganz glücklich über die vielen Anstoßzeiten um 21 Uhr. Deswegen verzichtet er auch darauf, das erste Spiel Deutschland gegen die Ukraine am 12. Juni zu zeigen. Sonntags hat die Gerichtsklause ohnehin Ruhetag. "Da schaue ich das Spiel mal gemütlich mit meinen Söhnen", freut er sich auf diese seltene Gelegenheit. Erreicht Deutschland allerdings das Finale, sieht das wieder ganz anders aus: "Dann mache ich natürlich auch am Sonntag auf", verspricht Tölle. Zu Public Viewing-Plätzen in ganz OWL ¦ Zwischen Weser und Rhein

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