Auf der K13 bei Grundsteinheim kam am Dienstagmorgen ein Bus von der Fahrbahn ab. - © Ralph Meyer
Auf der K13 bei Grundsteinheim kam am Dienstagmorgen ein Bus von der Fahrbahn ab. | © Ralph Meyer

Lichtenau Bus prallt bei Lichtenau vor Baum - 35 Verletzte

Für Angehörige ist eine zentrale Betreuungsstelle eingerichtet


Lichtenau. Bei einem Busunglück nahe Paderborn sind insgesamt 35 Menschen verletzt worden, viele der Opfer sind Schüler. Zwei Schwerverletzte wurden mit Rettungshubschraubern abtransportiert. Der Linienbus kam auf der Kreisstraße 13 von Iggenhausen nach Grundsteinheim gegen 6.55 Uhr von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Dabei riss die rechte Seite des Busses teilweise auf, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. Nach ersten Informationen war der Linienbus der Bahnbus Hochstift GmbH (BBH) auf einer Fahrt der Linie 484 von Lichtenau nach Paderborn unterwegs. An Bord waren 35 Fahrgäste, darunter überwiegend Schülerinnen und Schüler aus den Lichtenauer Stadtteilen Lichtenau, Herbram, Hakenberg und Iggenhausen, die auf dem Weg zu mehreren weiterführenden Schulen in Paderborn waren. Zahlreiche Rettungskräfte vor Ort Um 7.01 Uhr wurden die Feuerwehr Lichtenau und ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Zunächst wurde für einen Massenanfall an Verletzten der Stufe 1 (bis 10 Verletzte) alarmiert. Als die ersten Kräfte an der Unfallstelle eintrafen, wurde die Alarmierung auf Stufe 2 (bis 20 Verletzte) erhöht. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Unter anderem versorgten vier Notärzte, drei Feuerwehrärzte und weitere Mediziner aus dem Raum Lichtenau die Verletzten in einer Sammelstelle und einem improvisierten Behandlungsplatz. Auch drei Rettungshubschrauber wurden angefordert: Maschinen aus Bielefeld und Kassel landeten an der Unfallstelle. Eine Person wurde in ein Krankenhaus nach Bielefeld geflogen. Der Einsatz des dritten Rettungshubschraubers wurde abgebrochen. 40 Mitarbeiter des Rettungsdienstes und 50 Feuerwehrleute aus Lichtenau kümmerten sich um die 35 Betroffenen. Insgesamt wurden eine 10- und einige 50-Jährige schwer, sechs Personen mittelschwer und 22 leicht verletzt. Von den lediglich betroffenen Kindern, die im Mehrzweckbus der Feuerwehr Paderborn ärztlich untersucht  wurden, kamen weitere fünf vorsorglich zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus. Im Einsatz waren elf Rettungs- und zwei Krankentransportwagen, dazu zwei Gerätewagen San der Johanniter und des Deutschen Roten Kreuzes. Auch der Abrollbehälter Rettung der Kreises Paderborn stand in Bereitschaft. In den Nachbarkreisen standen weitere Mediziner mit Fahrzeugen auf Abruf in Bereitschaft. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser nach Paderborn, Salzkotten, Bad Driburg, Warburg, Marsberg und Bielefeld gefahren. Technischer Defekt möglich Die K13 blieb für die Rettung und Unfallaufnahme gesperrt. Der schwer beschädigte Bus eines Subunternehmers aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg wurde sichergestellt, teilte ein Polizeisprecher mit, da Hinweise auf einen möglichen technischen Defekt hindeuten könnten. Dem 43-jährigen Fahrer, der als einiziger unverletzt blieb, wurde eine Blutprobe entnommen, und die Polizei stellte seinen Führerschein sicher. Den Sachschaden schätzen die Beamten auf rund 200.000 Euro. Für weitere Einsatzkräfte und Rettungsmittel war ein Bereitstellungsplatz auf dem Hof des Busunternehmens Wächter in Grundsteinheim eingerichtet worden. Mehrere Notfallseelsorger kümmerten sich um die Betroffenen.

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