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Noch auf dem Abstellgleis: Die Almetalbahn, hier der Bahnhof Ringelstein, verbindet Paderborn und Brilon über Büren. - © Johannes Büttner
Noch auf dem Abstellgleis: Die Almetalbahn, hier der Bahnhof Ringelstein, verbindet Paderborn und Brilon über Büren. | © Johannes Büttner

Büren So lange könnte es noch bis zur neuen Almetalbahn dauern

Das Verkehrsprojekt beschäftigt den Bürener Bauausschuss. Die Stadtverwaltung nennt einen Zeitrahmen.

Jens Reddeker
13.02.2019 | Stand 13.02.2019, 17:29 Uhr

Büren. Mit großer Zustimmung hat der Bürener Bauausschuss am Dienstagabend die jüngste Entwicklung zur Reaktivierung der Almetalbahn zur Kenntnis genommen. Auf Antrag der Grünen war das Thema auf die Tagesordnung gekommen - und die Bürgervertreter erhielten frischste Bahninformationen vom Vorabend. Rathaus-Abteilungsleiterin Marita Krause berichtete über den einstimmigen Beschluss der Verbandsversammlung des Nahverkehrsverbundes Paderborn-Höxter (nph). Darin wird der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als zuständiger Aufgabenträger um eine Aktualisierung der Standardisierten Bewertung und im Vorfeld um die Erstellung einer entsprechenden Machbarkeitsstudie für die rund 60 Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen Paderborn und Brilon gebeten. Die Reaktivierung der Almetalbahn ist nach wie vor im aktuellen Nahverkehrsplan des NWL enthalten. Jetzt sollen Grundlagen dafür erarbeitet werden, dass die Bahn in Zukunft einmal wieder fahren könnte. "Zehn bis fünfzehn Jahre kann es dauern, bis die Strecke wieder in Betrieb wäre", gibt Marita Krause eine Schätzung von Bahn-Experten wieder. Die Bürener Ratsvertreter aller Fraktionen versprachen sich am Dienstagabend gegenseitig, auch Gespräche mit Beteiligten außerhalb der Stadt zu führen, um den politischen Willen zur Reaktivierung möglichst breit zu streuen. CDU-Fraktionschef Joachim Finke freut das nach diversen Berichten der Neuen Westfälischen frisch aufgeflammte Interesse an der Almetalbahn: "Es ist spannend zu sehen, wie interessant das Thema geworden ist." Nebenbei erfuhren die Ausschussmitglieder auch, warum sie kein Ergebnis der 2016 vom Stadtrat in Auftrag gegebenen Potenzialanalyse von DB Netz und Bahnkundenverband erhalten haben. Beim Bahnkundenverband fand Marita Krause heraus, dass für diesen eine Analyse nicht durchführbar gewesen sei, da der Streckenabschnitt zwischen Paderborn und Büren in Besitz des Kreises ist. Damit könne, so hieß es lapidar von den beauftragten Stellen, keine Bewertung vorgenommen werden. Dafür ist nun nach dem jüngsten Votum der NWL in der Pflicht.

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