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Es geht voran: Von Norden her werden die Brückenelemente nach vorne geschoben. Der zweite Pfeiler ist seit Wochenbeginn erreicht. - © Jens Reddeker
Es geht voran: Von Norden her werden die Brückenelemente nach vorne geschoben. Der zweite Pfeiler ist seit Wochenbeginn erreicht. | © Jens Reddeker

Bad Wünnenberg Brücke über Aftetal bei Bad Wünnenberg wird teurer und Arbeiten dauern länger

B 480n: In Bad Wünnenberg sind mehr Transporte und mehr Schweißarbeiten nötig

Jens Reddeker
28.03.2018 | Stand 29.03.2018, 09:44 Uhr |

Bad Wünnenberg. Die Fertigstellung der Brücke über das Aftetal in Bad Wünnenberg dauert ein Jahr länger als ursprünglich geplant. Eine neue Statikplanung habe Änderungen für den Stahlbau vonnöten gemacht, bestätigte gestern der Landesbetrieb Straßen NRW gegenüber der Neuen Westfälischen. Da rund 15 Prozent mehr Stahl eingebaut werden müsse, würden auch die Gesamtkosten des Projekts ansteigen. Wie hoch die Mehrkosten seien, konnte Straßen NRW am Dienstag noch nicht genau beziffern. Durch die längere Bauzeit an der Brücke verschiebt sich die Freigabe der ersehnten Umgehungsstraße. Anstatt wie geplant im Herbst 2020 werden die ersten Fahrzeuge wohl erst zwölf Monate später über die Fahrbahn rollen. Grund für die Verzögerung ist die nun pflichtgemäß vorgelegte Statikplanung, die das ausführende Bauunternehmen Max Bögl aus dem fränkischen Neumarkt präsentiert hat. "Die Berechnungen haben ergeben, dass mehr Stahl für die Unterkonstruktion der Trasse nötig ist", sagt Andreas Bartmann, der für Straßen NRW die Bauaufsicht in Bad Wünnenberg führt. "Da die einzelnen Elemente dann schwerer sind, müssen sie verkürzt werden, um noch transportiert werden zu können. So erhöht sich die Zahl der Schwertransporte und es muss deutlich mehr geschweißt werden." Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther (CDU) erhielt die Nachricht über die Bauzeitverlängerung gestern von Straßen NRW und ist naturgemäß nicht begeistert: "Ich bedauere die Verzögerung, aber natürlich hat die Qualität des Baus Priorität."

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