Bad Lippspringe Gefahr durch die Steinbeke bannen

Badestädter Expertengruppe plant Hochwasserschutz

Im Januar 2011 hatte die Steinbeke so viel Wasser, dass sie beinahe Teile der Stadt überflutet hätte. - © FOTO: STADT
Im Januar 2011 hatte die Steinbeke so viel Wasser, dass sie beinahe Teile der Stadt überflutet hätte. | © FOTO: STADT

Bad Lippspringe. Sie ist zwar die meiste Zeit unsichtbar, aber deshalb nicht weniger gefährlich: die Steinbeke in Bad Lippspringe. Wenn das Karstgewässer nämlich Wasser führt, dann ist unter Umständen das gesamte südöstliche Stadtgebiet in Gefahr.

Und deshalb kümmern sich Politiker, Verwaltungsmitarbeiter und Fachingenieure zurzeit um einen besseren Hochwasserschutz für die Badestadt. Wie schnell die Steinbeke anschwellen kann, haben die Bad Lippspringer Bürger zuletzt im Januar 2011 zu spüren bekommen. Damals hatte es tagelang geregnet und das Gewässer wäre beinahe über die Ufer getreten.

Damit es in Zukunft nicht noch einmal zu so einer brenzligen Situation oder gar zu einem Hochwasser kommt, soll die Steinbeke jetzt verlegt werden, erklärt Tanja Berghahn-Macken vom städtischen Bauamt: "Unser Ziel ist es, das Gewässer aus der Stadt herauszuholen und stattdessen über den Richtweg, die Landstraße 937 und den Bleigraben zu führen. Dort kann sich die Steinbeke besser entfalten und bei Bedarf auf Wiesen und Felder ausweichen.",

Doch was im Grunde ganz einfach klingt, ist mit viel Aufwand verbunden. Denn nicht alle Wiesen und Felder entlang des neuen Steinbeke-Verlaufs sind im Besitz der Stadt. Aus diesem Grund laufen zurzeit Gespräche mit den Eigentümern dieser Flächen. Sobald der Stadt alle nötigen Flächen gehören, müssen der Bauausschuss und der Rat noch die Baumaßnahmen zur Verlegung der Steinbeke anstoßen, die übrigens derzeit noch zu 80 Prozent vom Land NRW gefördert werden. Die Steinbeke kann sich dann langfristig in einem neuen Korridor ihren eigenen, natürlichen Weg suchen", erzählt Berghahn-Macken."

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