Teil des Eröffnungsprogrammes: Eine kleine Tänzerin führt einen indischen Tanz vor. - © rdp
Teil des Eröffnungsprogrammes: Eine kleine Tänzerin führt einen indischen Tanz vor. | © rdp

Bad Lippspringe Großes ist möglich, wenn man eine Vision glaubt

Landesgartenschau: Glaubensgarten hat nach sechs Jahren Vorbereitung sseine Tore geöffnet. Sieben Religionen beteiligen sich am Projekt

30.04.2017 | Stand 30.04.2017, 19:03 Uhr

Bad Lippspringe. Sieben Religionsgemeinschaften, insgesamt sechs Jahre Vorbereitung und über die Jahre 370 ehrenamtliche Helfer: Das sind die Eckdaten des Glaubensgartens, der mit einem großen Festakt nun auch offiziell seine Tore öffnete. An dem Angebot im Kurwald sind Christen, Bahá’i, Hindus, Buddhisten, Muslime, Sikh und Juden beteiligt. Der christliche Garten wurde gemeinsam von katholischer, evangelischer, neuapostolischer und syrisch-orthodoxer Kirche von Antiochien gestaltet und stellt thematisch durch ein Becken mit sprudelndem Wasser die gemeinsame Taufe ins Zentrum.  Viereckiger Holztisch Das Becken befindet sich auf einem viereckigen Holztisch, der an das Abendmahl erinnert. Gleichzeitig symbolisieren die vier Seiten die vier beteiligten christlichen Konfessionen. Am Festakt nahmen Vertreter aller beteiligten Religions- und Glaubensgemeinschaften sowie der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian teil. Für die katholische Kirche sagte Domkapitular Benedikt Fischer, Dechant des Dekanates Paderborn, dass er schon beim ersten Betreten des Glaubensgartens Ergriffenheit empfunden habe. „Der heutige Tag zeigt: Großes ist möglich, wenn man an eine Vision glaubt", so Dechant Fischer. Der Glaubensgarten zeige deutlich, dass Religionen in Dialog miteinander treten können und nicht „Stein des Anstoßes" für Krieg und Unfriede sein müssten, fuhr Dechant Fischer fort. Auch die Vertreter der anderen beteiligten Religionen würdigten den Glaubensgarten als Symbol für Frieden zwischen den Religionen. Pfarrerin Antje Lütkemeier, Sprecherin des Glaubensgartens und Gemeindepfarrerin in Bad Lippspringe, erinnerte an den langen Weg von der Vision bis zur Verwirklichung. Künstlerisch wurde der Festakt vom Bahá’i-Chor „Stimmen Bahas" und indischen Tänzen gestaltet. Christen der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien trugen ein gesungenes Vater Unser in aramäischer Sprache vor. Das Ridván-Fest der Bahá’i prägte die Feier, die sich an den Festakt anschloss.

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