0
2017 wurde die Hundesteuer in Hüllhorst von 30 auf 55 Euro im Jahr erhöht. - © Joern Spreen-Ledebur
2017 wurde die Hundesteuer in Hüllhorst von 30 auf 55 Euro im Jahr erhöht. | © Joern Spreen-Ledebur

Hüllhorst Wer von der Hundesteuer in Hüllhorst nächstes Jahr befreit wird

Die Gemeinde lehnt eine komplette Abschaffung dieser Steuer ab, beschließt dafür eine Befreiung von ganzen zwölf Monaten - aber nur für bestimmte Hunde.

Anastasia von Fugler
03.12.2019 | Stand 03.12.2019, 10:42 Uhr

Hüllhorst. Ab 2020 sollen Hundebesitzer aus Hüllhorst, die ihr Tier aus dem Tierheim Lübbecke übernommen haben, für ein Jahr keine Hundesteuer mehr zahlen müssen. Den Antrag der Grünen hatte der Rat im Juli beschlossen. Die Fraktionen wurden gebeten, Vorschläge für die Satzungsänderung zu unterbreiten. Diese Änderung soll am Mittwoch, 4. Dezember, im Rat (17.30 Uhr, Rathaus) beschlossen werden. Der Vorschlag der Christdemokraten, die Hundesteuer für Hüllhorst komplett abzuschaffen oder den ersten Hund komplett von der Hundesteuer zu befreien, mit Ausnahme bei sogenannten Listen-Kampfhunden, wird vom Städte- und Gemeindebund nicht empfohlen. Die Begründung: Auf die Einnahmen der Hundesteuer – in Hüllhorst etwa 82.000 Euro – könne in Zeiten knapper Kassen nicht vollends verzichtet werden. Zurzeit sind in der Gemeinde 1.331 Hunde angemeldet, davon fünf Listenhunde. Gemeinde fördert das Tierheim mit 10.700 Euro jährlich Durch die zeitweilige Steuerbefreiung solle ein Anreiz geschaffen werden, die Vermittlung von Hunden aus den Tierheimen zu fördern. Zusätzlich unterstütze die Gemeinde das Tierheim Lübbecke mit rund 10.700 Euro jährlich, da dort auch die Fundtiere aus dem Gemeindegebiet Hüllhorst untergebracht sind. Zur Erinnerung: Aktuell sind in Hüllhorst nun 55 Euro Hundesteuer zu zahlen. Bei zwei Hunden sind es 70 Euro pro Hund. Bei drei Hunden sind es je 85 Euro und für einen sogenannten Kampfhund sind 600 Euro zu zahlen.

realisiert durch evolver group