Bad Oeynhausen/Porta Westfalica Mit Ronja durch den Wald

Goethe-Freilichtbühne Porta Westfalica spielt Lindgrens Räubertochter

VON NICOLE SIELERMANN
Mattis (Holger Pape, r.) und Borka (Thomas Lange) mit ihren Banden. - © FOTO: NICOLE SIELERMANN
Mattis (Holger Pape, r.) und Borka (Thomas Lange) mit ihren Banden. | © FOTO: NICOLE SIELERMANN

Bad Oeynhausen/Porta Westfalica. "In der Nacht, als Ronja geboren wurde, rollte der Donner über die Berge, ja es war eine Gewitternacht, dass sich selbst alle Unholde, die im Mattiswald hausten, erschrocken in ihre Höhlen und Schlupfwinkel verkrochen." So beginnt die Geschichte von Astrid Lindgrens berühmter Räubertochter. Und sie beginnt mit einem Blitz, der die Mattisburg in zwei Teile teilt.

Welche Abenteuer Ronja und ihr Freund Birk mit den Graugromen, Wilddruden, Rumpelwichten, aber auch mit den beiden gefährlichen Räuberbanden ihrer Väter erleben, hat Barbara Hass in Theaterszenen umgesetzt. Die Freilichtbühne Porta Westfalica inszeniert als traditionelles Sommertheater unter Leitung von Regisseurin Susanne Tiggemann dieses Stück.

Grünes Dickicht und versteckte Höhlen – die Bühne in Porta ist einfach ideal für das Lindgren Stück mit den beiden konkurierenden Räuberbanden. "Das Stück passt perfekt hierher", sagt Regisseurin Susanne Tiggemann. Sie möchte mit dem Lindgren Klassiker die ganze Familie ansprechen. Denn: "Astrid Lindgren ist einfach eine geniale Autorin", sagt sie schwärmend. "Die Stücke sind so voller Fantasie, sie machen einfach Spaß!"

Information

Karten & Termine


Premiere: Sonntag, 9. Juni, 16.30 Uhr

Weitere Aufführungen: Sonntag, 16. Juni, 16.30 Uhr; Sonntag, 23. Juni, 16.30 Uhr; Sonntag, 30. Juni, 16.30 Uhr; Sonntag, 7. Juli, 16.30 Uhr; Sonntag, 14. Juli, 16.30 Uhr; Sonntag, 11. August, 16.30 Uhr; Mittwoch, 14. August, 19.30 Uhr; Sonntag, 18. August, 16.30 Uhr; Mittwoch, 21. August, 19.30 Uhr; Sonntag, 25. August, 16.30 Uhr; Sonntag, 1. September, 16.30 Uhr; Sonntag, 8. September, 16.30 Uhr.

Karten-Vorbestellungen auf www.portabuehne.de und unter (0571)71368 (donnerstags bis samstags, 16.30 bis 18.30 Uhr). (nisi)

Seit März proben die Darsteller der Portabühne für die Premiere am Sonntag, 9. Juni. Massen von Räubern schlagen sich in manchen Szenen durchs Dickicht. "Die vielen Mitspieler sind eine Herausforderung", urteilt Susanne Tiggemann. Da es auch Mitspieler gebe, die keinen Text hätten. "Ich muss für alle ein Auge haben. Jeder muss wissen, was er zu tun hat", sagt sie. Denn gerade bei Familienstücken sei die Gestik und Mimik noch wichtiger als sonst: "Weil vor allem Kinder eher auf die Gesten als auf den Text achten", weiß die Fachfrau. Und so müsse auch über diese Weise das Stück erzählt werden.

Zum dritten Mal bringt die Freilichtbühne Porta Westfalica das Stück "Ronja Räubertochter" auf die Bühne im alten Steinbruch. "Es ist einfach ein Klassiker und zudem lange genug her, dass wir es gespielt haben", sagt Maja Pape, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und dieses Mal Mitglied einer Räuberbande. "Wir haben wieder ganz viele Familie dabei, die alle bei dem Stück mitmachen", sagt sie. Gerade das mache den Charme des Ensembles der der Freilichtbühne aus.

Der Charme fürs Publikum ist neben dem Stück aber auch das Dach über den Zuschauerrängen, dass es seit 2011 in Porta gibt. "Alle sitzen bei den Aufführungen im Trocknen", wirbt Pape.

Zum Stück: Ronja ist die quirlige Tochter des starken Räuberhauptmanns Mattis und seiner resoluten Frau Lovis und wächst als Mittelpunkt im Leben der raubeinigen aber liebenswerten Räuberbande behütet in der Mattisburg auf. Als junges Mädchen begreift sie schnell, wie man im Wald überlebt: nur wer keine Angst hat, wird mit den fiesen Graugnomen, Wilddruden und Rumpelwichten fertig.

Zufällig lernt sie Birk Borkasohn kennen, den Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns Borka. Ronja und Birk werden heimlich Freunde und erkunden gemeinsam den Mattis-Wald. Die Räuberhauptmänner Mattis und Borka ahnen nichts von der geheimen Freundschaft ihrer Kinder.

Weil die Borka-Räuber einen Teil der Mattisburg belagern, nimmt Mattis eines Tages Birk Borkasohn gefangen. Er will Birk erst freilassen, wenn die Borkaräuber die Mattis-Burg verlassen. Mattis hat die Rechnung allerdings ohne seine trotzige Ronja Räubertochter gemacht: Die lässt sich freiwillig von den Borka-Räubern fangen. Nun herrscht Gleichstand zwischen den beiden Räuberbanden, die sich nun stärker bekämpfen als je zuvor.

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