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Ehrenmal entwürdigt: Im Jahre 1930 wurde auf dem Kammweg des Tönsberges dieses Ehrenmal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet. Die Skulptur ist von Berthold Müller-Oerlinghausen. Heute ist es traditioneller Treffpunkt der rechten Szene. - © Martin Düsterberg
Ehrenmal entwürdigt: Im Jahre 1930 wurde auf dem Kammweg des Tönsberges dieses Ehrenmal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet. Die Skulptur ist von Berthold Müller-Oerlinghausen. Heute ist es traditioneller Treffpunkt der rechten Szene. | © Martin Düsterberg

Oerlinghausen Neonazis gedenken der Waffen-SS

Rechtsextremismus: Die Szene inszeniert ein „Heldengedenken“ am Ehrenmal auf dem Tönsberg. Die Beteiligten singen Lieder mit strafbaren Texten

22.11.2017 , 07:32 Uhr

Oerlinghausen. Erneut haben Neonazis das Oerlinghauser Ehrenmal auf dem Tönsberg für ein „Heldengedenken“ missbraucht. Während in vielen Städten wie in Oerlinghausen offizielle Gedenkveranstaltungen anlässlich des Volkstrauertages veranstaltet werden, treffen sich auch Alt- und Neonazis an Denkmälern, die an die Toten beider Weltkriege erinnern. Am Sonntagabend zogen fünfzehn Neonazis im Alter zwischen 20 und 60 Jahren, mit Fackeln, schwarz-weiß-roten Fahnen und Trommeln den Kammweg auf dem Tönsberg entlang, um ihrer toten „Helden“ zu gedenken.