Die Freiburgerin Maria H. und Bernhard H. sind vor fünf Jahren zusammen verschwunden. - © Polizei
Die Freiburgerin Maria H. und Bernhard H. sind vor fünf Jahren zusammen verschwunden. | © Polizei

Blomberg/Freiburg Vor fünf Jahren verschwunden: Maria H. ist wieder zu Hause

Blomberg/Freiburg. 1.944 Tage war Maria H. verschwunden. 1.944 Tage, in denen Familie, Freunde und Polizei nach dem Mädchen aus Freiburg gesucht haben. Seit der Nacht zum Freitag ist sie wieder da. Die Freiburger Schülerin Maria H. war Anfang 2013 verschwunden. Die damals 13-Jährige hatte im Internet Kontakt mit dem heute 58 Jahre alten Elektriker Bernhard H. aus Blomberg aufgenommen. In einem Chat, der sich speziell an Kinder und Jugendliche wendet, hatte H. sich dem Mädchen als „Karlchen" vorgestellt und gesagt, er sei 15 Jahre alt. Erst viel später beichtete er Maria sein wahres Alter. Die beiden gingen dennoch eine Beziehung ein - und flüchteten. Ihre Spur verlor sich im September 2013 in Tschechien. Mutter äußert sich in Facebook-Post Erst vor wenigen Monaten hieß es seitens der Freiburger Polizei, dass die Spurenlage sehr dürftig sei. Maria ist im Mai volljährig geworden. H.s Ehefrau war ihrem Mann seinerzeit auf die Schliche gekommen und hatte ihn bei der Polizei angezeigt. So erfuhr Marias Mutter von der Beziehung ihrer Tochter. Sie erteilte dem Kind Computerverbot, konnte aber letztlich nicht verhindern, dass Maria weiter über ihr Handy Kontakt mit dem 40 Jahre älteren Mann hielt. Es kam sogar zu einem Treffen des ungleichen Paares in einem Hotel. In einem Facebook-Post hat Monika Beisler, die Mutter der lange Vermissten, nun verkündet, dass ihre Tochter wieder zu Hause ist. Die junge Frau habe ebenfalls über Facebook Kontakt zur Familie gesucht. Aus Mailand sei sie von Freunden abgeholt worden. Bernhard H. war früher als Schatzmeister für die rechtsgerichtete Partei „Die Republikaner" tätig. Im Sommer des Jahres 2013 verliert sich die Spur von Bernhard H. und Maria in der südpolnischen Stadt Gorlice. Dort stellten Fahnder den grauen Skoda von Bernhard H. sicher. Die Kennzeichen waren zuvor in Sachsen gestohlen worden. Anwohner bestätigen, dass sich die beiden seit mehreren Wochen in Polen aufhielten, sie wurden sowohl beim Übernachten im Fahrzeug als auch beim Einkauf in Lebensmittelgeschäften gesichtet. Ebenfalls dort gefunden wurde auch H.s weißer Schäferhund, der an einem Gartenhäuschen angeleint war. Im September 2013 meldeten sich Zeugen bei der tschechischen Polizei, die das Paar gesehen haben wollen. Eine Sprecherin der Prager Polizei sagte damals: „Niemand konnte uns sagen, wo sich das Paar genau aufhält. Wir vermuten, dass die beiden in verschiedenen kleineren Hotels und Pensionen übernachtet haben."

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