Die Fachwerkfassade des Hauses Schaefer ist ein echter Hingucker. - © FOTO: ROSWITHA HOFFMANN-WITTENBURG
Die Fachwerkfassade des Hauses Schaefer ist ein echter Hingucker. | © FOTO: ROSWITHA HOFFMANN-WITTENBURG

Auf den Spuren der Vergangenheit

Haus Schaefer hat eine Menge an Sehenswürdigkeiten zu bieten / Tag des Denkmals am 13. September

VON ROSWITHA HOFFMANN-WITTENBURG

Höxter. Das vermutlich zeitgleich mit der Kilianikirche um 950 gebaute Haus mit der wunderschönen Fassade aus dem 11. Jahrhundert in der Marktstraße 18 atmet die Geschichte und steckt voller Geheimnisse. Seit 200 Jahren ist es in Besitz der Familie Schaefer.

Carl und Liesel Schaefer begegnen den Spuren der Vergangenheit auf Schritt und Tritt. Viele der Überraschungen, die das Haus birgt, haben sie im Zuge von Renovierungsarbeiten selbst entdeckt und erforscht. Die größte Überraschung war sicher die Entdeckung der kunstvoll geschnitzten Außenfassade im Jahr 1984, die bis dahin hinter einer tristen Plattenfassade verborgen war. Nicht nur über die Besonderheiten der Fassade mit ihren vielen Besonderheiten und den 13 bleiverglasten Fenstern und den Innenhof mit Pferdetränke können die Carl und Liesel Schaefer spannende Geschichten erzählen, sondern auch über die frühere Wohnnutzung des Hauses mit einem 7 Meter tiefen Brunnen aus dem 11. Jahrhundert, über die Sandsteinplatten im Brunnenhaus, die einst den Weg zum "Heiligen Geist Spital" (jetziger Mobilcom-Laden) pflasterten.

Nach der Aufgabe des viele Jahre von der Familie Schaefer betriebenen Spielwarengeschäfts, wurde dieser Bereich in 2007 erneut renoviert, um den Anforderungen eines Café-Betriebs gerecht zu werden. Seitdem kommen die Besonderheiten der historischen Architektur mit original erhaltenen Balken, Torbögen und einem Abort-Erker im ersten Stockwerk erst richtig zur Geltung.

Auch die Tonenburg öffnet ihre Tore

Dazu gehört auch das 1977, weil Wand an Wand gelegen, hinzugekaufte Nebengebäude, das fränkische Hallenhaus. Seit 2007 betreibt die Großbäckerei Siebrecht, Brakel, in dem attraktiv renovierten historischen Ambiente das Café Sequoa. In einer Gemeinschaftsaktion der Firma Siebrecht, vertreten durch Verkaufsleiterin Karin Remmert, Café-Leiterin Christiane Heukrodt und den Eigentümern Carl und Liesel Schaefer soll das Haus, neben der Tonenburg und Schloss Corvey, jetzt als drittes historisches Bauwerk in Höxter am Tag des offenen Denkmals am 13. September allen geschichtsinteressierten Bürgerinnen und Bürgern zur Besichtigung offen stehen. "Da das Motto dieses Jahr "Historische Orte mit Genuss" lautet", bot es sich an, hier mitzumachen", erläutert Karin Remmert. Während Carl und Liesel Schaefer interessierten Besuchern als fachkundige Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wird Café-Leiterin Christiane Heukrodt um den Genuss kümmern. "Wir werden viele historische
Spezialitäten anbieten", verspricht sie.

"Tafeln in mittelalterlichen Mauern" lautet das Motto der Tonenburg bei Albaxen zum Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 13. September. "Wir veranstalten auf der Tonenburg einen ganztägigen Tag der offenen Tür und und wollen uns dem Denkmal-Tag auf kulinarische Weise nähern. Dazu veranstalten wir verschiedene Aktionen unter dem Titel Denk-mal kulinarisch", sagt Burgherrin Paula Pirone. Eine weiteres Mittelalter-Event steht auf der Tonenburg im November auf dem Programm. Am Samstag, 7. November, und am Sonntag, 8. November, findet rund um die Tonenburg ein "mittelalterlicher Herbstmarkt" statt. Weitere Informationen unter Tel. (0 52 71) 92 11 82. www.tonenburg.de

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