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Siedeln sich wieder an: Wölfe verbreiten sich wieder in der Bundesrepublik. Für die einen ist die Ausbreitung der Tiere Grund zur Freude, für die anderen Grund zur Sorge. So auch für Halter von Weidetieren. Sie fürchten um ihre Tiere. - © Simone Flörke
Siedeln sich wieder an: Wölfe verbreiten sich wieder in der Bundesrepublik. Für die einen ist die Ausbreitung der Tiere Grund zur Freude, für die anderen Grund zur Sorge. So auch für Halter von Weidetieren. Sie fürchten um ihre Tiere. | © Simone Flörke

Kreis Höxter Landwirtschaftlicher Kreisverband ist besorgt wegen Verbreitung des Wolfes

Landwirtschaft und Natur: Antonius Tillmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, will besseren Schutz für Weidetiere

31.01.2017 | Stand 30.01.2017, 17:16 Uhr
Vorsitzender Antonius Tillmann blickt mit Sorge auf zunehmende Verbreitung des Wolfes. - © wlv
Vorsitzender Antonius Tillmann blickt mit Sorge auf zunehmende Verbreitung des Wolfes. | © wlv

Kreis Höxter. „Die zunehmende Verbreitung des Wolfes löst bei uns große Sorgen aus", so der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter Antonius Tillmann. Heimisch sei er im Kreis Höxter noch nicht. Doch dass er sich ansiedeln wird, damit sei zu rechnen. „Wir haben es mit einer wachsenden Population zu tun", erklärt der Vorsitzende. Wölfe und Schafe würden nun mal keine Freunde sein und auch nicht werden. „Der Wolf ist und bleibt ein Raubtier", verdeutlicht Tillmann. „Die Euphorie mancher Politiker und Naturschützer zur Rückkehr des Wolfes in Nordrhein-Westfalen können wir leider nicht teilen", so Tillmann angesichts des Wolfsauftauchens wie beispielsweise in Lippe, Gütersloh und Paderborn, des Problemwolfs „Kurti" in Niedersachsen oder der immer wieder auftretenden Wolfsrisse in anderen Bundesländern wie im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz oder im Landkreis Bautzen in Sachsen. Hier seien zuletzt bei zwei Wolfsübergriffen 29 Schafe gerissen worden. „Wir bangen um unsere Tiere", untermauert der Vorsitzende und weiter: Bei den heimischen Bauern und Schafhaltern wachse mehr und mehr die Sorge um ihre Weidetierhaltung und deren Folgen.

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