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Bei einem Brand eines Wohnhauses in Herstelle ist am Samstagmorgen eine 65-jährige Frau ums Leben gekommen. - © Manuela Puls
Bei einem Brand eines Wohnhauses in Herstelle ist am Samstagmorgen eine 65-jährige Frau ums Leben gekommen. | © Manuela Puls

Beverungen Frau kommt bei Feuer in Herstelle ums Leben

Der 76-jährige Ehemann überlebt dank einer aufmerksamen Nachbarin

Manuela Puls
06.07.2019 | Stand 07.07.2019, 12:48 Uhr

Beverungen-Herstelle. Bei einem Brand in Herstelle ist am frühen Samstagmorgen eine 65-jährige Frau ums Leben gekommen. Ihr 76-jähriger Ehemann blieb unverletzt – dank des vorbildlichen Verhaltens einer Nachbarin. Die Anwohnerin war früh auf den Beinen und hatte schon gegen 5.50 Uhr den Rauch gesehen, der nebenan aus dem Dachstuhl drang. „Die Frau setzte zuerst den Notruf ab, lief dann rüber und klingelte", berichtet Polizei-Einsatzleiter Uwe Bartolles. In dem Haus lebte ein älteres Ehepaar. Sie habe den Ehemann wecken können, der offenbar im Erdgeschoss vor dem Fernseher eingeschlafen war. Verschüttet unter der Dachstuhlverkleidung Zu diesem Zeitpunkt brannte das Einfamilienhaus in der Straße Am Walde schon so stark, dass der Ehemann nicht mehr ins Obergeschoss gelangen konnte, wo seine Frau schlief. Auch die Feuerwehr konnte die Frau trotz intensiver Suche zunächst nicht finden. „Überall war dicker, schwarzer Qualm und im hinteren Bereich des Dachstuhls offenes Feuer", berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Stefan Nostitz. Bei den extrem hohen Temperaturen im Gebäude hätten auch die Wärmebildkameras nichts anzeigen können. Erst beim zweiten Suchanlauf konnte das Opfer dann tot gefunden werden. „Die Frau lag verschüttet unter einer Dachstuhlverkleidung, die offenbar durch den Brand runtergefallen war", so Nostitz weiter. 70 Feuerwehrleute aus Herstelle, Würgassen, Haarbrück, Jakobsberg, Amelunxen, Drenke, Wehrden und Bad Karlshafen waren im Einsatz. Ein Feuerwehrmann erlitt eine Schulterverletzung bei dem Versuch, die Frau zu bergen. Auch die Drehleiter aus Beverungen kam zum Einsatz, um den Dachstuhl zu löschen. Weil die Brandstelle am Berg lag, reichte der Wasserdruck aus dem Hydranten nicht aus. Deswegen legten die Einsatzkräfte Schläuche zur Weser, um Flußwasser herbeizupumpen. Die Bundesstraße 83 war zeitweise wegen des Einsatzes gesperrt. Was die Ursache für den verheerenden Brand war, ist bislang noch unklar. Die Brandstelle wurde beschlagnahmt, die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

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