Bald ist der Weg versperrt: Ab dem 11. Juni müssen auch Rettungs- oder Feuerwehrwagen die Umleitung über Würgassen nehmen, wenn sie von Beverungen nach Lauenförde kommen wollen oder umgekehrt. - © Torsten Wegener
Bald ist der Weg versperrt: Ab dem 11. Juni müssen auch Rettungs- oder Feuerwehrwagen die Umleitung über Würgassen nehmen, wenn sie von Beverungen nach Lauenförde kommen wollen oder umgekehrt. | © Torsten Wegener

Beverungen Sperrung der Weserbrücke: Was passiert im Notfall?

Wie sich Rettungsdienst und Feuerwehren auf die besondere Situation einstellen

Torsten Wegener
29.05.2019 | Stand 28.05.2019, 20:57 Uhr

Beverungen/Lauenförde. Am 11. Juni wird die Weserbrücke zwischen Beverungen und Lauenförde für gut ein Jahr gesperrt. Nur noch zu Fuß, beziehungsweise das Fahrrad oder das Mofa schiebend, kann die Weser an dieser Stelle gequert werden. Für Einwohner, Gewerbe und Durchgangsverkehr führt die langfristige Umleitung für den Kraftverkehr zur Beeinträchtigung. Aber auch Feuerwehr, Rettungsdienst und Schulbusse sind von der Sperrung betroffen. Wie können die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen eingehalten werden? Worauf müssen sich die Schüler einstellen? Das niedersächsische Lauenförde wird rettungsdienstlich von der Rettungswache Beverungen versorgt. Daran wird auch die Brückensperrung nichts ändern, erläutert Andreas Niggemeyer, Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz des Kreises Höxter: „Die rettungsdienstliche Versorgung während der Brückensperrung ist geregelt. In der Zeit, in der die Brücke zwischen Beverungen und Lauenförde voll gesperrt ist, werden die Ortschaften Lauenförde und Meinbrexen über die Weserbrücke bei Würgassen auch weiterhin durch die Rettungswache Beverungen mitversorgt. Die Ortschaft Derental wird durch die Rettungswache Höxter über die Weserbrücke in Höxter mitversorgt. Die notärztliche Versorgung erfolgt wie bisher auch über das Notarztsystem Höxter." "Hilfsfrist wird eingehalten" Auch durch die neun Kilometer lange Umleitung über Würgassen könne die Hilfsfrist eingehalten werden. Innerhalb von zwölf Minuten soll im Kreis Höxter der Rettungswagen nach der Alarmierung am Einsatzort sein. Die Hilfsfrist soll laut Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Höxter in 90 Prozent der relevanten Notfälle eines Jahres die zwölf Minuten nicht übersteigen. Auf eine Variante, die es zwischen Höxter und Boffzen gab, kann somit verzichtet werden. Damals ist während der Vollsperrung der Weserbrücke in Höxter ein Rettungswagen an der anderen Weserseite stationiert worden. Wenn es um die Themen Retten, Löschen, Bergen und die Umwelt schützen geht, arbeiten die Freiwilligen Feuerwehren aus der Stadt Beverungen und der Samtgemeinde Boffzen eng zusammen. Die Alarm- und Ausrückeordnungen der Freiwilligen Feuerwehren wird diesbezüglich überarbeitet. Sollte es in Lauenförde brennen, werden zunächst die Löschgruppen aus Herstelle und Würgassen zur Hilfe kommen. Wehrleitungen in engem Austausch „Die Drehleiter aus Beverungen gehört nicht zum ersten Rettungsmittel, deswegen ist der Umweg hinnehmbar", sagt Boffzens Samtgemeindebrandmeister Philipp Pedall. Andersherum wird die Löschgruppe Lauenförde aber auch in der Abrückverordnung für die Kernstadt Beverungen nach hinten versetzt. „Die Wehrleitungen sind in einem engen Austausch. Es können aber nicht alle Sonderfälle in der Alarm- und Ausrückeordnung erfasst werden. Gegebenenfalls muss sie angepasst werden", sagt Beverungens Ordnungsamtsleiter Frank Filmar.

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