Das "Rote Haus": Das Nebengebäude des Clemensheims soll umgebaut werden, um die ZUE um 200 weitere Unterbringungsplätze zu ergänzen. - © Burkhard Battran
Das "Rote Haus": Das Nebengebäude des Clemensheims soll umgebaut werden, um die ZUE um 200 weitere Unterbringungsplätze zu ergänzen. | © Burkhard Battran

Bad Driburg Flüchtlingsunterkunft in Bad Driburg wird erweitert

Zentrale Unterbringungseinrichtung in Bad Driburg wird umgebaut. Es sollen 200 neue sogenannte Standby-Plätze eingerichtet werden

Burkhard Battran
27.03.2019 | Stand 27.03.2019, 09:04 Uhr

Bad Driburg. Die Bezirksregierung Detmold erweitert die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Geflüchtete in Bad Driburg. In dem sogenannten „Roten Haus" sollen rund 200 Standby-Plätze für Flüchtlinge geschaffen werden. Dafür ist ein Umbau des südwestlich gelegenen Gebäudes erforderlich. Die Planungs- und Bauzeit beträgt voraussichtlich drei Jahre. Bauherr ist das Kolping-Bildungswerk Paderborn gGmbH als Eigentümer der Liegenschaft. Das teilt die Bezirksregierung in Detmold in einer aktuellen Presseerklärung mit. Plätze werden nicht regulär belegt Standby bedeutet, dass diese Plätze nicht regulär belegt werden, sondern für akute Bedarfsfälle vorgehalten werden. Die ZUE Bad Driburg verfügt über eine Kapazität von 300 Plätzen und ist derzeit aber lediglich mit 94 Personen belegt, weil die Einrichtung wegen des Wechsels des Betreuungsdienstleisters sukzessive leergezogen wird. Die Bewohnerschaft setzt sich aber noch immer aus 16 Nationalitäten zusammen. Das „Rote Haus" wird aktuell nicht genutzt und umfasst neben Erdgeschoss und Keller drei Obergeschosse. Zurzeit erfolgen die Planungen für den Umbau. Der genaue Beginn der Baumaßnahmen steht noch nicht fest. Das Gebäude soll zunächst teilweise entkernt und anschließend umgebaut werden. Die Arbeiten am „Roten Haus" beeinflussen nicht den Betrieb der Zentralen Unterbringungseinrichtung im Haupthaus und im ehemaligen Schwesternwohnhaus, so ein Sprecher der Bezirksregierung. 4.400 Quadratmeter Bruttogeschossfläche Nach Abschluss der Arbeiten verfüge das Gebäude dann auf insgesamt 4.400 Quadratmeter Bruttogeschossfläche über 65 Bewohnerzimmer sowie mehrere Gemeinschafts- und Schulungsräume. Derzeitiger Planungsstand ist, die 200 Standby-Plätze nicht regulär zu belegen, sondern erst im Bedarfsfall mit einem Vorlauf von vier Wochen zu aktivieren. „Bei der Zuweisung von Schutzsuchenden wird der Stadt Bad Driburg die landeseigene Unterbringungseinrichtung durch die Standby-Plätze angerechnet", heißt es aus Detmold. Für die Stadt vermindert sich ab Schaffung der zusätzlichen Plätze die Aufnahmeverpflichtung von Asylbewerbern um 20 weitere Personen (derzeit 150). Clemensheim ist ein ehemaliges Priesterseminar Die Kapazitäten der landeseigenen Einrichtungen in Ostwestfalen-Lippe befänden sich in ständiger Überprüfung durch die Bezirksregierung und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW, teilt die Bezirksregierung mit. Fester Bestandteil des Unterbringungssystems in NRW ist, dass Reserve- und Standby-Plätze vorgehalten werden, um auf etwaige Änderungen der Zugangszahlen oder Notlagen schnell und flexibel reagieren zu können. Das Clemensheim in Bad Driburg ist ein ehemaliges Priesterseminar, das zur zentralen Unterbringungseinrichtung umgewidmet worden ist.

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