Willkommen: Die Klimapilger mitsamt den beiden Lamas wurden gestern Nachmittag in den Iburg-Ruinen empfangen. Steffi und Raimund Eilebrecht vom örtlichen Heimatverein sowie weitere Badestädter hatten die Gruppe auf ihrer Etappe von Paderborn nach Bad Driburg begleitet. - © Silke Riethmüller
Willkommen: Die Klimapilger mitsamt den beiden Lamas wurden gestern Nachmittag in den Iburg-Ruinen empfangen. Steffi und Raimund Eilebrecht vom örtlichen Heimatverein sowie weitere Badestädter hatten die Gruppe auf ihrer Etappe von Paderborn nach Bad Driburg begleitet. | © Silke Riethmüller

Kreis Höxter Klimapilger kommen durch den Kreis Höxter

Ökumenische Aktion auf dem Weg zur Weltklimakonferenz

Bad Driburg. Geht doch! Unter dieser Überschrift haben sich Christen aus ganz Deutschland Anfang September zum dritten Mal auf den Weg gemacht, um auf die Folgen der Klimaerwärmung aufmerksam zu machen. Der „Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ führt in diesem Jahr von Bonn, dem Ort der letzten Weltklimakonferenz, in das polnische Katowice, wo vom 3. bis 14. Dezember die nächste UN-Klimakonferenz stattfinden wird. Unterwegs werben die Pilgerinnen und Pilger unter anderem für die Einleitung des Kohleausstiegs in Deutschland. Zudem sammeln sie Unterschriften und Stimmen zur Klimagerechtigkeit, die der Kohlekommission in Berlin und der Welt-Klimakonferenz (COP 24) in Katowice übergeben werden. Erstmals machten die Klimapilger auf ihrem Weg auch in Bad Driburg Station, wo sie gestern Nachmittag auf dem Eggekamm empfangen wurden. Mit dabei waren auch zwei vierbeinige Pilger: Die beiden Lama-Stuten von Ulrike Schaich, evangelische Pastorin aus Nürtingen, sind die rund 25 Kilometer lange Etappe von Paderborn bis in die Badestadt mitgegangen. „Über die Tiere kommen wir in vielen Orten mit den Menschen ins Gespräch – sie sind wie ein Türöffner für unser Anliegen“, sagt Ulrike Schaich. Manche Menschen, mit denen die Pilger ins Gespräch kommen, gehen den Weg der Gruppe auch ein Stück weit mit, so wie 200 Grundschüler in Salzkotten. „Das war schon beeindruckend“, freuen sich die Pilger. Bewegend sei auch ein gemeinsamer Gottesdienst im Hambacher Forst gewesen, einem der sogenannten „Schmerzpunkte“, den die Klimapilger bereits am 12. September, kurz nach dem Start in Bonn, erreicht hatten. In Bad Driburg gab es für die Pilger nach einer kurzen Andacht in den Iburg-Ruinen Gelegenheit zum Ausruhen und ein Abendessen im Gemeindezentrum St. Peter und Paul. Unterkunft und Verpflegung für die Klimapilger organisiert hatten die beiden katholischen Kirchengemeinden und die evangelische Kirchengemeinde in der Badestadt. Die fair gehandelten Lebensmittel wurden vom Eine-Welt-Laden, dem Dringenberger Dorfladen und dem Bioladen in Bad Driburg zur Verfügung gestellt. Übernachtet haben die Pilger in der Turnhalle der Städtischen Grundschulen. „Allen Unterstützern, Helfern und Sponsoren gilt ein herzliches Dankeschön“, sagt Pastoralverbundsleiter Hubertus Rath stellvertretend für die beteiligten Kirchengemeinden. Nach dem fairen Frühstück startet die Pilgergruppe heute auf die nächste Etappe des Ökumenischen Pilgerweges für mehr Klimagerechtigkeit, die von Bad Driburg nach Steinheim führen wird. Wer mag, kann sich der Gruppe anschließen und die Pilgernden auf ihrem Weg ein Stück weit begleiten.

realisiert durch evolver group