Die Modellbundesbahn in Bad Driburg - © Markus Tiedtke
Die Modellbundesbahn in Bad Driburg | © Markus Tiedtke

Bad Driburg Modellbundesbahn öffnet zum letzten Mal in Bad Driburg

Am Montag beginnt der Abbau

Bad Driburg. Nach zwölf Jahren und einem Monat ist am Sonntag, 26. November, der letzte Öffnungstag der Modellbundesbahn in Bad Driburg gekommen. Im Rückspiegel sehen die Modellbundesbahner eine schöne Zeit: 200.000 Besucherinnen und Besucher kamen, die Anlage versah meist zuverlässig ihren Dienst, internationale Gäste reisten eigens aus Japan oder Neuseeland an, manch Erlebnis lädt zum Schmunzeln ein. Wie der Lokführer, der seine Lok vor dem Güterschuppen „parkte" und eine Betriebspause nutzte, um die Modellbundesbahn anzuschauen. In der 87fach verkleinerten Landschaft des Weserberglandes wurde es an 2.000 Betriebstagen insgesamt 28.000-mal Tag und Nacht und auf 1.100 Metern Gleislänge legte in dieser Zeit jedes der 80 Triebfahrzeuge im Schnitt knapp 4.000 echte Kilometer zurück. „Wer das im zur Eröffnung im Oktober 2005 vorhergesagt hätte, den hätten wir nicht ernst genommen", so Betreiber Karl Fischer. Wer die Zeitreise in den Sommer 1975 im historischen Güterschuppen erleben möchte, hat am Sonntag von 11 bis 18 Uhr eine letzte Gelegenheit dazu. Bereits am kommenden Montag werden die Betreiber der Anlage mit dem Abbau beginnen und den Umzug nach Brakel vorbereiten. 1.110 Meter Gleise, 216 Weichen, 1.500 Bäume, 2.500 Sträucher, 7.000 Einwohner, 900 Waggons und 80 Triebfahrzeuge müssen dann sorgsam verpackt werden. Der eigentliche Umzug ist nach Angaben Fischers auf den 18. und 19. Dezember terminiert. Wann die Modellbahnanlage im Rieseler Feld in Brakel eröffnet wird, steht noch in den Sternen. Fischer hofft, dass im Sommer nächsten Jahres die Anlage in ihrem neuen Domizil vom Publikum bewundert werden kann.

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