0
Die Lokalportal-Nutzer wünschen sich schnelleres Internet in allen Teilen Rödinghausens. - © picture alliance/dpa
Die Lokalportal-Nutzer wünschen sich schnelleres Internet in allen Teilen Rödinghausens. | © picture alliance/dpa

Rödinghausen Was sich die Rödinghauser für ihre Gemeinde wünschen

Abstimmung: In einer Lokalportal-Umfrage haben wir die Leser gefragt, was sie sich für Rödinghausen wünschen. Wir stellen die drei Vorschläge mit den meisten Stimmen vor

Anne Neul
05.04.2019 | Stand 04.04.2019, 11:31 Uhr

Rödinghausen. Viele Rödinghauser haben sich an der Abstimmung im Lokalportal, dem sozialen Netzwerk für das Bünder Land, beteiligt: Die Nutzer konnten abstimmen, was sie sich für Rödinghausen wünschen. Was fehlt? Wo gibt es Handlungsbedarf? Diese drei Verbesserungsvorschläge erhielten die meisten Stimmen. SCHNELLES INTERNET Lokalportal-Nutzer Pascal Brink hatte sich in der Umfrage "besseres Internet in ganz Rödinghausen" gewünscht. "Das Internet hier ist nicht so gut", findet er. Sein Wunsch bekam die meisten Stimmen. Bei den zwölf zur Auswahl gestellten Vorschlägen stimmten allein 69 Nutzer für ein schnelleres Internet. Die Gemeinde Rödinghausen forciert seit einigen Jahren den Breitband-Ausbau. "Vor vier, fünf Jahren waren nur 40 Prozent der Gemeinde mit mehr als 30 MBit pro Sekunde versorgt", sagt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer auf Anfrage der NW. Inzwischen seien es 84 Prozent. In "etlichen Bereichen" der Gemeinde wie dem Ortskern und Bruchmühlen seien 100 MBit pro Sekunde verfügbar. Alle Gewerbegebiete seien mit Glasfaserkabeln erschlossen, da sei die Leistung "nach oben offen" - je nachdem, was für Verträge die Unternehmen bei ihren Anbietern hätten. In 16 Prozent der Gemeinde liege die Datengeschwindigkeit noch unter 30 MBit pro Sekunde. Diese "weißen Flecken" seien über die gesamte Gemeinde verteilt. Telefonanbieter seien dabei, in Teilen dieser weißen Flecken auf eigene Kosten Glasfaserkabel zu verlegen. Um die übrig bleibenden und noch nicht versorgten Teile der Gemeinde kümmere sich der Kreis Herford. Er organisiert den Breitbandausbau federführend für die Kommunen im Kreis. Wann der Ausbau abgeschlossen sein wird, konnte Vortmeyer nicht sagen und verwies an die zuständige Mitarbeiterin des Kreises. Die war gestern telefonisch nicht zu erreichen. EIN GELDAUTOMAT DER VOLKSBANK "Ich fände gut, wenn es in Rödinghausen auch einen Geldautomaten der Volksbank geben würde. So dass man nicht bis Bünde oder zur Tanke nach Bruchmühlen gurken muss", hatte Nutzerin Andrea Zadow in der Umfrage geschrieben. Viele Rödinghauser schlossen sich ihrem Wunsch an: Es war der zweitmeist geklickte Vorschlag der Umfrage, 60 Nutzer gaben ihm ihre Stimme. Die Volksbank verzeichne eine rückläufige Nutzung ihrer Geldautomaten, schrieb Andreas Kelch, Pressesprecher und Marketingleiter der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford, auf Anfrage der NW. Mittlerweile erhielten Kunden auch in Supermärkten und Tankstellen Bargeld, die Einführung des Bezahlens per Smartphone werde möglicherweise mittelfristig einen weiteren Schub für das bargeldlose Bezahlen auslösen. "Wir verzeichnen eine insgesamt steigende Nutzung unserer Karten beim Bezahlen im Geschäft", schreibt Kelch. Bei der Auswahl der Geldautomaten-Standorte orientiere sich die Volksbank nicht nur an der Einwohnerzahl der betreffenden Gemeinde. Die Entscheidung für das Aufstellen eines Geldautomaten hänge von vielen Faktoren ab. Ein wichtiges Kriterium sei die zu erwartende Nutzungsfrequenz. Weitere Faktoren seien ein möglichst verkehrsgünstiger Standort und die zu erwartenden Betriebskosten. "Wir überprüfen die Standorte unserer aktuell 53 Geldautomaten regelmäßig und nehmen bei Bedarf auch Anpassungen vor", schreibt Kelch. EINE TANKSTELLE "Eine Tankstelle wäre nicht schlecht!", hatte Nutzer Daniel Van de Core in der Umfrage kommentiert. Sein Vorschlag landete auf Platz drei der Abstimmung und bekam 44 Stimmen. Im Moment gibt es zwei Tankstellen im Süden der Gemeinde, am Kreisel der Osnabrücker Straße in Bruchmühlen und am Schäferweg. "Für den Norden der Gemeinde haben wir immer wieder Gespräche mit Anbietern geführt", sagt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. Der Bedarf sei hier nicht ausreichend. Der Umstieg in andere Technologien wie der Elektromobilität lasse den Bedarf zusätzlich zurückgehen. Auch aktuell führe die Gemeinde mit einem Interessenten Gespräche zu einer möglichen Tankstelle im Norden Rödinghausens, der verhalte sich aber eher zurückhaltend. Wo der Standort der Tankstelle wäre, wollte Vortmeyer zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.

realisiert durch evolver group