Löhne Gemeinden gehen gemeinsam

Zusammenschluss von Gohfeld, Mahnen und Wittel zur Kirchengemeinde Gohfeld

VON DIRK WINDMÖLLER
Uwe Stintmann (Wittel), Eckhard Teismann (Mahnen) und Harald Ludewig (Gohfeld; v. l.) werden auch weiterhin an ihren alten Standorten arbeiten. - © FOTO: DIRK WINDMÖLLER
Uwe Stintmann (Wittel), Eckhard Teismann (Mahnen) und Harald Ludewig (Gohfeld; v. l.) werden auch weiterhin an ihren alten Standorten arbeiten. | © FOTO: DIRK WINDMÖLLER

Löhne. Harald Ludewig muss nicht lange nach dem passenden Bild suchen: "Leinen los für das neue Gemeindeschiff", sagt er zufrieden. Der Gohfelder Pfarrer und seine Amtsbrüder Eckhard Teismann (Mahnen) und Uwe Stintmann (Wittel) haben in den letzten Monaten den Zusammenschluss der Gemeinden auf den Weg gebracht. Am 1. Dezember wird es dann offiziell. Dann heißt es Kirchengemeinde Gohfeld.

Auf den Namen Gohfeld hat man sich innerhalb der Gemeinden schnell verständigt. Eine Gemeinde, die aus mehreren Nahmen besteht, ist aus kirchenrechtlichen Gründen nicht möglich. Der Gemeinde einen ganz anderen Nahmen zu geben sei auch verworfen worden. "Die Leute haben gesagt, dass es zu Gohfeld keine Alternative gibt", sagt Uwe Stintmann, Pfarrer der Kirchegemeinde Wittel.

"Dass eine neue Gemeinde entsteht ist zumindest bei uns selten. Die letzte Neugründung - die der Kirchengemeinde Wittel - war im Jahr 1964", so Stintmann. Damals waren die Vorzeichen jedoch anders. Die Bevölkerung wuchs kräftig, entsprechend mehr Mitglieder hatten die Kirchengemeinden. Damals wurde die Kirchengemeinde Gohfeld ein Stück verkleinert und es entstand die Kirchengemeinde Wittel. Mit der Gründung der Kirchengemeinde Mahnen war man diesen Schritt bereits 1895 gegangen. Heute sorgt der demographische Wandel für den Schritt zurück.

"Diese historische Verbindung macht den Prozess des Zusammenwachsens einfacher", sagt Harald Ludewig. Natürlich habe es Diskussionen in allen Gemeinden gegeben. Das habe allerdings wenig mit einem grundsätzlichen Widerstand gegen den Zusammenschluss zu tun gehabt. "In einer Situation des Übergangs gibt es Unsicherheiten", sagt Eckhard Teismann. Diese Unsicherheiten habe man jedoch mehr und mehr ausräumen können.

Gerade mit Blick auf seine Gohfelder Gemeinde ist Harald Ludewig froh, dass es jetzt vorwärts geht. "In Gohfeld hatten wir durch Pfarrerwechsel eine Menge Unruhe. Die Phase der strukturellen Veränderungen ist beendet. Jetzt gibt es für mehrere Jahre Sicherheit."

Für viele Mitglieder der Fusionsgemeinden wird sich wenig ändern. Eckhard Teismann wird weiterhin der Pfarrer in Mahnen sein. Uwe Stintmann wird seinen Standort auf dem Wittel behalten und Harald Ludewig in Gohfeld. Allerdings werden die Pfarrbezirke von Stintmann und Ludewig neu zugeschnitten. "Ich bin für Gohfeld nördlich der Bahn sowie Gohfeld City zuständig und der Kollege Stintmann betreut die Gemeindemitglieder südlich der Bahn", sagt Ludewig.

In allen drei Kirchen wird es weiterhin an jedem Sonntag Gottesdienste geben. Auch die verschiedenen Gemeindegruppen - von der Frauenhilfe bis zum CVJM - bleiben eigenständig in den Gemeindeteilen.

"Da wird sich automatisch eine weitere Zusammenarbeit ergeben", sagt Eckhard Teismann. Auch die Gemeindebüros bleiben sowohl in Gohfeld als auch in Mahnen erhalten. Weil die Gohfelder Gemieindesekretärinnen heute in den Ruhestand gehen, wird es jedoch zu Umstrukturierungen kommen. "Unsere Gemeindesekretärinnen stocken ihre Arbeitszeit zunächst auf und es wird auch noch jemand eingestellt werden", so Teismann.

Der Zusammenschluss der Gemeinden wurde von einem Bevollmächtigtenausschuss getragen. Er setzt sich aus 21 Mitgliedern der drei Presbyterien zusammen. Vorsitzender ist Eckhard Teismann. Dieser Ausschuss wird die Gemeinde bis zur Neuwahl des gemeinsamen Presbyteriums leiten.

Gefeiert wird der Zusammenschluss der Gemeinden in drei Gottesdiensten. Am 1. Adventssonntag am 2. Dezember ist der offizielle Festgottesdienst in der Matthäuskirche in Mahnen geplant. Am 1. Januar folgt der Neujahrsgottesdienst in der Simeonkirche in Gohfeld und am 27. Januar der Gottesdienst in der Lukaskirche auf dem Wittel.

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