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Startklar: Mit Fahrrad und Kamera erkunden Maximilian (v.l.), Tine, Celine, Nikita, Malte, Eva-Lotte Heine, Finja und Carolin die Gemeinde. - © Yvonne Gottschlich
Startklar: Mit Fahrrad und Kamera erkunden Maximilian (v.l.), Tine, Celine, Nikita, Malte, Eva-Lotte Heine, Finja und Carolin die Gemeinde. | © Yvonne Gottschlich

Hiddenhausen Neuer Blick aufs Heimatdorf mit dem Ferienprojekt "Hidden(places)"

Yvonne Gottschlich
27.07.2017 | Stand 27.07.2017, 11:50 Uhr

Hiddenhausen. Zwei Tage lang haben acht Zehn- bis Zwölfjährige beim Ferienprojekt "Hidden(places)" versteckte und unbekannte Orte in der Großgemeinde aufgespürt. Als vom Land gefördertes Kulturrucksack-Angebot boten Eva-Lotte Heine, Jessica Wawrzyniak und Yvonne Gottschlich im Auftrag der Gemeindebücherei den Kursus an. Das Konzept ist auch für Schulklassen oder Jugendgruppen leicht nachzumachen. Von dem Ortsnamen Hiddenhausen blieb im Kursusnamen schließlich nur das Wort hidden übrig, das englische Wort für versteckt. "Gemeint sind damit Orte und Details, die nicht sofort auffallen", sagt Heine. Die Kinder waren zu diesem Zweck mit Fahrrädern unterwegs und dokumentierten ihre Beobachtungen mit Handys und Kameras. Die Kinder sollten nicht nur knipsen, sondern auch die Kamera kennenlernen Heine, Projektleiterin des Projekts "Mädchen und Medien(power)" des Herforder Vereins Femina Vita, und ihre Kollegin Jessica Wawrzyniak erklärten den wissbegierigen Kindern gemeinsam mit Yvonne Gottschlich von Sportfoto-owl.de die Kameratechnik. "Die Kindern sollen ja nicht nur knipsen. Wir zeigen ihnen spielerisch die Funktionen", sagte Gottschlich. Ob Tablet, Smartphone oder Spiegelreflexkamera, alles wurde ausprobiert. So gestalteten die Kinder Bilderrätsel zu einer bestimmten Farbe oder bestimmten Formen. Mit Hilfe verschiedener Apps auf Tablet-PCs wurden Collagen gestaltet. Dabei kannte die Fantasie keine Grenzen: Virtuell wuchsen Palmen auf dem Rathausplatz, Autos wurden zu Monstern und Straßenschilder zu Kunstwerken. "Das alles erarbeiten wir spielerisch", sagt Heine. Nebenbei stellte sie eine neue App namens Stadtsache vor, die es seit Mai in Deutschland gib. "Diese ist extra für Kinder konzipiert worden, die damit ihre Umwelt besser wahrnehmen, interessante Stellen fotografieren und die Bilder gleich hochladen sollen." Damit die Kinder die App in der Praxis testen konnten, ging es mit dem Fahrrad durch die Großgemeinde. Kaugummis waren richtig schwer zu finden: Es kaum welche "Man denkt auf dem Weg ja immer nur ans Ziel, bei unserer Tour haben wir aber immer wieder gestoppt, weil die Kinder interessante Stellen gefunden haben. Sie haben sofort an ihr Umfeld gedacht, sind bewusst und mit offenen Augen unterwegs gewesen." Aufgabe war es dabei, Dingen wie Kaugummis, Bushaltestellen, Graffiti, Bäumen, gemütlichen Sitzgelegenheiten, Trampelpfaden oder Gesichtern nachzuspüren und sie im Bild festzuhalten. "Das mit den Kaugummis war richtig schwer, es gab kaum welche", sagte Teilnehmerin Finja. "Ich werde auf jeden Fall weitere Bilder hochladen", sagte Carolin. Auch Malte möchte weiter seine Umgebung fotografieren, denn Hiddenhausen biete bei genauerem Hinsehen viele spannende Motive. Weitere Projekte in der Gemeindebücherei sind am Montag, 21. August, ein Hip-Hop-, Rap- und R&B-Workshop, und von Montag bis Dienstag, 28. und 29. August, eine virtuelle Schnitzeljagd mit dem Smartphone. Anmeldungen nimmt das Team der Bücherei entgegen, Tel. (0 52 21) 96 41 20.

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