Friedhelm und Renate Althoff sowie Werner Ebmeyer (v. l.) besichtigten den Glockenturm an der Stiftskirche und schauten sich die Kirchenglocken aus nächster Nähe an. - © FOTO: STEFANIE BOSS
Friedhelm und Renate Althoff sowie Werner Ebmeyer (v. l.) besichtigten den Glockenturm an der Stiftskirche und schauten sich die Kirchenglocken aus nächster Nähe an. | © FOTO: STEFANIE BOSS

Den Glocken im Turm ganz nah

Viele Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Enger feiern eine gelungene Sanierung

VON STEFANIE BOSS

Enger. "Die Glocken rufen uns zum Gottesdienst und zum Gebet. Nun wollen wir die Glocken rufen", sagte Pastor Eckardt Koch gestern während einer Feierstunde. Nach vier Monaten ist die Sanierung des Glockenturms beendet. Mit Pastorin Petra Schmuck rief er die drei großen Glocken im Turm an der Stiftskirche - die Wigbert-Glocke, die Helden-Glocke und die Wittekinds-Glocke, die zunächst nacheinander schlugen und dann das volle Geläut erklingen ließen.

Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Gemeinde auf dem Kirchplatz neben dem Turm zu einer neuerlichen Einweihung. "Was wir hier geschafft haben, ist etwas Außergewöhnliches", hob Pastor Koch hervor. "Ich habe noch kein Projekt erlebt, das von so vielen Menschen unterstützt und getragen wurde."

Im Namen der Kirchengemeinde dankte er allen, die daran beteiligt waren. Unter anderem dem Kirchenkreis Herford für den Zuschuss zur Sanierung in Höhe von 70.000 Euro. Die restliche Summe, rund 52.000 Euro, musste von der Gemeinde selber geleistet werden. "Ganz viele Engeraner haben ihren Teil dazu beigetragen", freute sich der Engeraner Pastor. "In jedem kleinen und großen Betrag drückt sich die Verbundenheit mit unserer Kirche und dem Glockenturm aus. Und ich erinnere mich an viele schöne Begebenheiten, die mit dem Spenden verbunden waren."

Weiterhin dankte der Seelsorger allen, die mit angepackt oder das Projekt unterstützt haben, den Handwerkern der beteiligten Firmen - nicht zuletzt dem Kirchen-Küster Mirco Hartwig und dem Architekten des Kirchenkreises, Günter Bollert. Der überreichte den schmiedeeisernen Schlüssel zur Tür des ansehnlich sanierten Glockenturms Petra Schmuck und Eckardt Koch und übergab ihn somit nach vollendeter Arbeit wieder zurück an die evangelische Kirchengemeinde Enger.

Die Gemeindemitglieder nahmen, nachdem sie sich am Suppen-Buffet im Gemeindehaus gestärkt hatten, die Gelegenheit wahr, sich den Glockenturm von innen anzuschauen. In kleinen Gruppen konnten sie die schmalen Treppen bis fast zur Turmspitze emporsteigen und sich die drei bronzenen Glocken ganz aus der Nähe anschauen.

" Es ist schon beeindruckend, was hier getan und auf die Beine gestellt wurde", fand Werner Schwenk aus Enger. "Man kann überall genau erkennen, was erneuert wurde."

Auch Nicht-Engeraner erklommen den sanierten Glockenturm. "Alles wurde wieder schön hergerichtet - sehr interessant, das anzusehen", sagte Katrin Ellerbrock aus Bad Salzuflen. "Und die Glocken sind wirklich unheimlich groß."

Renate und Friedhelm Althoff schauten sich ebenfalls um. "Das alte Gemäuer sieht wieder sehr schön aus", so Renate Althoff. "Und es riecht außerdem noch gut - nach Holz", ergänzte ihr Mann mit Blick auf den aus Balken gezimmerten Glockenstuhl.

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