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Der Musiker Olli Schulz berichtet in einem Podcast vom Stand des Umbaus des alten Hausbootes von Gunter Gabriel. Er hatte das Boot gemeinsam mit Fynn Kliemann aus dem Nachlass von Gabriel erworben, doch nun explodieren die Kosten. - © picture alliance/dpa
Der Musiker Olli Schulz berichtet in einem Podcast vom Stand des Umbaus des alten Hausbootes von Gunter Gabriel. Er hatte das Boot gemeinsam mit Fynn Kliemann aus dem Nachlass von Gabriel erworben, doch nun explodieren die Kosten. | © picture alliance/dpa

Hamburg "Scheißhaufen": Olli Schulz bereut Kauf von Gunter Gabriels Hausboot

Die Sanierung vom Hausboot zu einem Ort für Musik und Kreatives steht kurz vorm Scheitern

05.06.2019 | Stand 05.06.2019, 17:58 Uhr

Hamburg. Vor etwa einem Jahr haben der Musiker Olli Schulz und der Youtuber Fynn Kliemann das Hausboot des gebürtigen Bünder Country-Sängers Gunter Gabriel gekauft. Mit viel Eigenarbeit wollten sie das Boot zu einem Ort für Musik und Kreatives umgestalten. Wie der Stern berichtet steht das Projekt nun jedoch kurz vorm Scheitern. Das habe der Musiker in seinem Podcast "Fest&Flauschig" mit Satiriker Jan Böhmermann berichtet. Die Sanierung des Bootes gestaltet sich offenbar deutlich schwieriger, als gedacht. "Wir müssen fast das ganze Boot abreißen und das ist alles so teuer", erzählt Schulz und nennt das Boot "einfach ein Scheißhaufen". Weder Gabriel noch dessen Tochter, die das Boot vor einem Jahr verkauft hatte, will der Musiker dabei jedoch einen Vorwurf machen. Allemann seien völlig ahnungslos gewesen. Der wahre Zustand des Bootes habe sich erst bei der Sanierung gezeigt. Projekt Hausboot steht kurz vor dem Aus Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ahoi! @ollipolli73 und ich haben das Hausboot von Gunther Gabriel zusammen gekauft, um in Hamburg nen Rückzugsort für Kreative zu schaffen ⚓️ Mast- und Schotbruch - das wird n wilder Ritt! ⚒ Ein Beitrag geteilt von Fynn Kliemann (@fimbim) am Nov 20, 2018 um 8:25 PST Allein die Behandlung des Bootes mit einem Sandstrahler koste mehr als 200.000 Euro. Das und weitere Kosten gefährden das Projekt massiv. Ein hinzugerufener Bootsbauer prüft derzeit die Statik des Daches. Muss auch das ab, sei alles verloren. "Und man hätte von dem Geld ein neues Boot kaufen können", sagt Schulz. Sollte das der Fall sein, denken Schulz und Kliemann aber nicht an einen leisen Untergang des Hausbootes, auf dem Gabriel rund 20 Jahre gelebt hat. Vielmehr wollen die beiden Kumpels das Boot dann beim Hamburger Hafengeburtstag 2020 sprengen lassen. Das würde Gabriel bestimmt gut gefallen. Immerhin hatte er geäußert, dass er am liebsten gemeinsam mit seinem Boot versenkt worden wäre. Gabriel starb am 10. Juni 2017, nachdem er bei einer Feier zu seinem 75. Geburtstag eine Treppe hinunterstürzte.

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