Marvin Ladage (links) hatte die Idee zur Rallye. Vater Stefan Ladage und die Fahrer Dirk Schäfermeier, Andreas Single, Uwe Blomeier und Cedric Gabler (von links) waren sofort dabei. - © FOTO: ALEXANDER JENNICHES
Marvin Ladage (links) hatte die Idee zur Rallye. Vater Stefan Ladage und die Fahrer Dirk Schäfermeier, Andreas Single, Uwe Blomeier und Cedric Gabler (von links) waren sofort dabei. | © FOTO: ALEXANDER JENNICHES

Bünde Europas größte Supercars-Rallye rollt durch Städte in OWL

Bünde eine der Stationen / Sportwagen begeistern Zuschauer

VON ANGELINA KUHLMANN

Bünde/Bad Salzuflen. Ob Audi, Aston Martin, BMW, Chevrolet, Lamborghini oder andere sportliche Marken - alle haben sie ihren Weg zum Treffpunkt am Messezentrum OWL in Bad Salzuflen gefunden. Von dort aus starteten am Wochenende die Supercars zur europaweit größten Rallye, die auch in Bünde Station machte.

Ohne Rätsel und verschiedene Challenges wäre eine Rallye keine Rallye. So hieß es für die Fahrer an der ersten Station in Herford: Augen offen halten. Die ersten Punkte des Wettkampfes gab es für die Erkennung des Multimedia- Marktes auf der "Großen Freiheit". Weiter ging es dann nach Bünde, wo die Flitzer schon vom Team des Autohauses Max und Moritz erwartet wurden. Diese versorgten die Teilnehmer mit kalten Getränken und einer kleinen Stärkung für den weiteren Weg. Im Autohaus hieß es für die Fahrer aber zuerst einmal: Ringe zählen. Wie viele Audi-Ringe lassen sich in der Haupthalle wohl finden?

Der Organisator und Gründer der Supercars-Rallye OWL, Stefan Ladage, Chef von LadageMedia GmbH, zeigte sich schon zu diesem Zeitpunkt begeistert: "Das ist einfach ein Traum." Ursprünglich wollte er seinem Sohn mit einem Treffen von mehreren Sportwagen ein Geburtstagsgeschenk machen. "Und jetzt fahren so viele mit. Damit hab? ich nicht gerechnet."

Dass dies seine erste selbst organisierte Rallye war, merkte man ihm nicht an. Auch sein Sohn Marvin freute sich über die einmalige Gelegenheit, seine neue Kamera auszuprobieren. Wichtig ist Stefan Ladage, mit der Rallye auch ein Zeichen gegen unnötige Raserei zu setzten. Viele PS motivieren oft zum zu schnellem Fahren auf nicht dafür geeigneten Strecken. Um gegen dieses gefährliche Fahren vorzugehen, gab es zuvor ein Anmeldeverfahren und eine genauer Kontrolle der Fahrzeuge. "Das ist eine legale Rallye", sagt Stefan Ladage.

Zur Sicherheit begleitete die Polizei den Konvoi der rund 250 PS-starken Fahrzeuge auf ihrem Weg. Diese war ebenfalls zufrieden mit dem Verhalten der Teilnehmer, die alle mit dem Aufkleber "Rücksichtslos Fahren? - Nein, Danke!" über die Straßen OWLs rollten.

Die Zuschauer waren ebenso wie die Teilnehmer begeistert vom Konzept der Supercars- Rallye. "Überwiegend kann man sich diese Autos ja gar nicht selber leisten, aber sie mal im Original zu sehen, ist toll", findet Carina Reineke, die zusammen mit ihrem Freund die Einfahrt der Sportwagen in Bünde beobachtete. Auch Marion und Manfred Steffen hatten sich auf dem Gelände des Autohauses an der Wasserbreite begeben. "So was sieht man ja nicht alle Tage", so ihr Kommentar.

Florian und Tatjana Steffens waren mit ihrer Corvette C6Z06 eigens aus Hamburg gekommen. "Da sind schon einige Exoten dabei", sagt Florian und deutet auf einige andere Fahrzeuge, "die werden teilweise kaum noch hergestellt." Gerade für die Teilnehmer sind solche Treffen eine gute Möglichkeit, sich über ihre Leidenschaft auszutauschen. Neben den Sportwagen waren auch acht US-amerikanische Police- Cars dabei.

Nach der Station in Bünde folgte noch ein Stopp bei McDonald?s an der Detmolder Straße in Bielefeld, wo die Besitzer der Supercars die Verkäuferin des McDrive zum Lachen bringen mussten, um Punkte zu sammeln. "Das ist schon klasse, mit den Teilnehmern so was machen zu können", freut sich Stefan Ladage über die Motivation der Fahrer. Danach ging es in den Oerlinghauser Tunnel zum Dezibel- Test, weiter auf den Flughafen Oerlinghausen auf der Suche nach einem Mitsubishi und zu guter Letzt fanden sich alle Supercar-Fahrer auf dem Flughafen in Damme zur Siegerehrung ein.

Wer es am Ende aufs Treppchen geschafft hatte, stand für die Teilnehmer/innen eher im Hintergrund. Wichtiger war für sie der Spaß und auch anderen die Möglichkeit zu geben, ihre lackglänzenden Schätzchen zu bewundern. Denn so teure Liebhaberstücke findet man eben nicht überall.

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