Betrüger haben sich am Telefon als echte Polizisten ausgegeben. - © Pixabay
Betrüger haben sich am Telefon als echte Polizisten ausgegeben. | © Pixabay

Verl Schon wieder: Betrüger geben sich am Telefon dreist als Polizisten aus

Verl. In den vergangenen Tagen gingen bei vorwiegend älteren Bürgern in Verl weit über 30 Anrufe von "angeblichen Polizeibeamten" ein. Teilweise benutzten die Täter dabei den Namen von real existierenden Polizisten, um die "Geschichte", die sie auftischten, noch glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Bevor es in diesen Fällen zu Schlimmeren kam, hätten die  die Angerufenen alles richtig gemacht: "Sie beendeten sofort das Gespräch und informierten die Polizei." Laut der Gütersloher Polizei häufen sich Vorfälle dieser Art häufen in jüngster Vergangenheit. Opfer werden aufgefordert, Bargeld zu übergeben Die Betrüger würden häufig bei älteren Menschen anrufen und ihre Opfer in studenlangen Telefonaten manipulieren. Sie würden ihnen erzählen, dass die Polizei Einbrecher festgenommen habe und bei diesen eine Liste mit weiteren geplanten Einbruchsorten gefunden habe. Darauf befände sich auch die Adresse des Angerufenen. In allen Fällen würden die mutmaßlichen Täter die Opfer auffordern, Wertgegenstände und Bargeld zum eigenen Schutz an einen "Kollegen" zu übergeben. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, solle das Opfer mit niemandem über den Vorfall reden, rät die Polizei. Anrufer agieren aus Callcentern aus dem Ausland Mit geschickter Gesprächsführung bringen die Täter die Opfer dazu, ihr gesamtes Barvermögen und mitunter sogar den Inhalt von Bankschließfächern nach Hause zu holen. Dort holt dann ein vermeintlicher Polizeibeamter Geld und Wertgegenstände ab. Die mutmaßlichen Täter würden häufig aus "Callcentern" im Ausland agieren und dabei sogenannte "Call-ID-Spoofing" nutzen. Das ermöglicht die Anzeige einer frei wählbaren Telefonnummer im Display des Angerufenen mittels Internettelefonie. Die wahre Herkunft des Anrufes wird nicht nur verschleiert, es entsteht der Eindruck, der Anruf stamme tatsächlich von der Polizei. So ist es möglich, Telefonnummern im Display erscheinen zu lassen, die "110" lauten, oder denen von Polizeiwachen ähneln, wie zum Beispiel auch (0 52 41) 8 69 00. Polizei rät: "Gespräche sofort zu beenden" Die Polizei weist daraufhin, dass bei einem Anruf der echten Polizei allerdings niemals die Rufnummer 110 im Display erscheint. Wer solche mysteriösen Anrufe bekommt, solle sofort auflegen und das Gespräch umgehend beenden. Weiter rät die Polizei: "Geben Sie keinesfalls Geld, Schmuck oder sensible Daten heraus. Geben Sie keine Informationen, die Ihre Gewohnheiten, Arbeitszeiten, Anzahl der Familienmitglieder, Heimkehrzeiten oder  Geheimnummern oder Kennwörter aller Art erfragen, an Fremde heraus."

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