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Hermann-Josef Brummelte, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Manfred Bonensteffen, Michael Ottenstroer vom Tiefbauamt und Mathias Schlotmann von der Firma Schlotmann (v. l.) weihen mit vielen Kindern den Bürgerradweg ein. - © FOTO: NATALIE LINDNER
Hermann-Josef Brummelte, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Manfred Bonensteffen, Michael Ottenstroer vom Tiefbauamt und Mathias Schlotmann von der Firma Schlotmann (v. l.) weihen mit vielen Kindern den Bürgerradweg ein. | © FOTO: NATALIE LINDNER

SCHLOß HOLTE-STUKENBROCK "Jetzt wird geradelt"

Anwohner aus Stukenbrock-Senne eröffnen den Bürgerradweg

VON NATALIE LINDNER
05.10.2012

Schloß Holte-Stukenbrock. Endlich ist der Bau des Bürgerradwegs an der Hövelrieger Straße beendet. Nach einem halben Jahr tatkräftiger Arbeit können die fleißigen Anwohner aus Stukenbrock-Senne stolz ihr fertiges Werk bewundern. Am Tag der Deutschen Einheit findet die offizielle Einweihung des Radweges statt. "Mit dem Ziel auch Danke zu sagen, an die, die geholfen haben", sagt Projektgruppenleiter Hermann-Josef Brummelte.

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft "Stukenbrock-Senne hat Zukunft" initiierte Brummelte mit sechs weiteren Männern das Projekt "Bürgerradweg Hövelrieger Straße" (die NW berichtete).

Gemeinsam mit Günter Brock, Karl-Heinz Wulf, Karl-Heinz Kleinemeier, Andreas Hachmann, Klaus Schniedermann und Josef Austermeier hat er den Verlauf des Radweges von einer groben Planung bis zur Fertigstellung begleitet und freut sich nach der jahrzehntelangen Vorlaufzeit sehr, das Ziel nun erreicht zu haben. In Arbeitsgemeinschaften mit sechs bis zu zehn Personen haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus Stukenbrock-Senne freitagnachmittags und samstagvormittags tatkräftig mit angepackt.

Brummelte lobt sehr die Eigenleistung am Radweg durch die engagierten Bewohner. Nach den letzten Aufräumarbeiten steht nun noch die Wiederaufforstung auf dem Plan. Diese soll im Herbst oder im Frühjahr nächsten Jahres in Koordination mit der Stadt durchgeführt werden.

"Wenn ich an den Radweg denke, fallen mir drei Zahlen ein", erklärt Manfred Bonensteffen vom Tiefbauamt bei der Eröffnung. Den 1,4 Kilometer langen Radweg ab der B68 bis zur Autobahn habe bereits vor 25 Jahren die damalige CDU-Fraktion beantragt. Bonensteffen ist der Ansicht, das zeige "die Wichtigkeit des Radweges", der erst mit den 71 nötigen Unterschriften den Bewilligungsbescheid bekommen habe. "Wir als Stadtverwaltung können da nur herzlichen Dank sagen." Ihren Dank drückt die Stadtverwaltung mit einer Spende für die Senner Arbeitsgemeinschaft aus. Manfred Bonensteffen verschafft den Sennern einen weiteren Hoffnungsschimmer. Er sei optimistisch, die Verlängerung des Radwegs Richtung Hövelhof ab der Autobahnbrücke mit dem restlichen Förderungsgeld des Landes realisieren zu können.

"Wir werden diesem Radweg auch einen Namen geben", erzählt Hermann-Josef Brummelte. Den Bürgerradweg widmen die Senner Gerhard Schniedermann und seinen jahrelangen Bemühungen und nennen ihn "Gerd-Schniedermann-Radweg". Die positive Reaktion der Anwohner und die Zustimmung aus der Region zeigt Brummelte "wie notwendig es war, diesen Radweg zu bauen."

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung versammeln sich die ehrenamtlichen Helfer und Anwohner auf dem Hof von Klaus Schniedermann für ein gemütliches Beisammensein bei Würstchen, Pommes und Getränken. Aber "jetzt wird geradelt", sagt Brummelte vorher und schwingt sich – wie so viele andere – für eine kleine Radtour entlang der Hövelrieger Straße auf sein Fahrrad.