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Bettina Rampsel, Heiko Rampsel vom Spielmannszug und Martin Cosack bekommen den Vereinsverdienstorden der Schützenbruderschaft St. Achatius verliehen.
Bettina Rampsel, Heiko Rampsel vom Spielmannszug und Martin Cosack bekommen den Vereinsverdienstorden der Schützenbruderschaft St. Achatius verliehen.

Schloß Holte-Stukenbrock "Das Kreuz soll bleiben"

Schützenbruderschaft St. Achatius ehrt Mitglieder und verleiht hohe Orden

VON BESIM MAZHIQI
17.05.2011 | Stand 16.05.2011, 21:03 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Applaus zollen die Grünröcke während des St.-Achatius-Schützenfrühstücks nicht nur den Geehrten und wohlwollenden Spendern der Bruderschaft. Die Diskussion, ob Kreuz oder Flagge der Sowjetunion das Ehrenmal auf dem Russenfriedhof zieren sollen, wird am Montagmorgen ganz klar auf einen Nenner gebracht: "Das Kreuz soll bleiben."

Das sagt der Präses der Schützenbruderschaft, Pfarrer Karl-Josef Auris, und antwortet damit auf die Gastrede von Dr. Michael Brinkmeier, Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen, der sich ebenfalls für das Kreuz ausspricht und das "Zeichen der Versöhnung" beibehalten will. "Es geht dabei nicht nur um den Glauben", erklärt Auris. Die Flagge spreche gegen jegliche Art von Freiheit, auch für Nicht-Christen. "Nicht umsonst sind Kommunismus und Diktatur zusammengebrochen." Beides dürfe nicht durch eine Flagge symbolisch wiederhergestellt werden.

Auch Bürgermeister Hubert Erichlandwehr spricht von Glaube, Sitte und Heimat. Allerdings hebt er die "tolle Jugendarbeit" der Schützen hervor, die auf eine 90-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken können und damit der älteste Schützenverein in der Stadt sind. Auch erinnert er an das Gelbe Band, das an die deutschen Soldaten in Afghanistan geschickt werden soll und von dem er hofft, dass viele ihre Grüße darauf schreiben. Pfarrer Bernhard Hamich meldet sich per Brief und wünscht den Schützen in Stukenbrock-Senne viel Spaß bei ihrem Fest.

Für Freude sorgen nach den Gastreden besonders die Ordensverleihungen. "Die Ehrung findet im besonderen Kreis statt", sagt Bezirksbundesmeister Heiner Knocke, der sich darüber freut, dass viele Schützen den Weg zum Festzelt gefunden haben. Zu sich bittet er Daniel Krukenmeier, dem er das Silberne Verdienstkreuz verleiht. Im vergangenen Jahr war dieser König und damit das Oberhaupt der Stukenbrock-Senner.

Holger Gebauer wird kurz nach ihm auf die Bühne geholt. Seit 1987 ist er Mitglied der Schützenbruderschaft. Neun Jahre lang war er Jungschützenmeister. Seit 2003 ist er als Kassierer im Vorstand tätig und bekommt für seinen Einsatz den Hohen Bruderschaftsorden verliehen.

Johannes Evers und Willi Franz gebührt besondere Ehre. Beide bekommen das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz verliehen. Seit den 70ern setzen sie sich für die Schützenbruderschaft ein und sind stets zur Stelle, "wenn helfende Hände gebraucht werden", erklärt Knocke.
      

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