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Schloß Holte-Stukenbrock "Das ist eine Nacht wert"

Erfreuliches Gedrängel in der Ems-Erlebniswelt

VON SABINE KUBENDORFF
14.10.2010 | Stand 14.10.2010, 15:44 Uhr
Ilona Simon-Splinter hat ihre Schuhe im Sand zurückgelassen und den Strandkorb zur Sonne ausgerichtet. Die 50-Jährige ist Übernachtungsgast in der Ems-Erlebniswelt und genießt den Garten mit dem symbolisierten Verlauf der Ems. - © FOTO: KUBENDORFF
Ilona Simon-Splinter hat ihre Schuhe im Sand zurückgelassen und den Strandkorb zur Sonne ausgerichtet. Die 50-Jährige ist Übernachtungsgast in der Ems-Erlebniswelt und genießt den Garten mit dem symbolisierten Verlauf der Ems. | © FOTO: KUBENDORFF

Schloß Holte-Stukenbrock. Ilona Simon-Splinter sitzt im Strandkorb, ihre Füße baden im schneeweißen, von der Sonne erwärmten Sand, vor ihr gluckert die Nordsee. "Ist es nicht herrlich hier?" Die Bielefelderin ist begeistert von ihrem Kurzurlaub – in Stukenbrock-Senne.

Sie ist zu Gast in der Ems-Erlebniswelt und hat eines der drei Zimmer unter dem Dach des alten Pfarrhauses gemietet. Sie war im September, kurz nach der Eröffnung, schon einmal dort und so begeistert, dass sie sich sagte: "Das ist eine Nacht wert." Ilona Simon-Splinter hat gleich zwei daraus gemacht und genießt nun den Garten der Ems-Erlebniswelt in vollen Zügen. Dort ist der Verlauf der Ems symbolisiert, einschließlich der Nordsee-Mündung.

"Das ist der schönste Spielplatz, den wir im Dorf haben", sagt staunend Wolfgang Schlauske. Er ist mit den SPD-Senioren zu Gast, eine von Dutzenden von Gruppen, die bereits die Ems-Erlebniswelt besucht haben. "Auch ein Kindergeburtstag war dabei", sagt Sandra Langer vom Stadtmarketing. "Das fand ich eine besonders süße Idee." Überhaupt machen sie die Besucherzahlen glücklich. Am vergangenen Sonntag kamen allein 250 Erwachsene und 70 Kinder. "Viele, die auch das Ems-Informationszentrum besucht haben, sagen, hier sei es schöner", berichtet nicht ohne stolz Günter Brock über den Vergleich mit dem Konkurrenten in der Hövelhofer Moosheide.

Brock betreut wechselweise mit Helene Stall und Willy Franz die Besucher. Die werden spielerisch mit den unterschiedlichen Facetten des Flusses, der Landschaften und der Menschen, die an der Ems leben, vertraut gemacht. "Phantastisch", urteilt auch Friedrich Dransfeld, der zusammen mit Aloys Hasken die SPD-Seniorengruppe leitet. Im Besucherbuch findet er nur positive Beiträge, unter anderem von Gästen aus Australien und Belgien. Die Belegschaft des Campingplatzes "Am Furlbach" hat sich auf ihrem Betriebsausflug eingetragen, Kindergartenkinder haben sich in rührend krakeligen Großbuchstaben verewigt. Auch die SPD-Senioren hinterlassen Lob.

"Wir haben durchweg nur positive Reaktionen bekommen", berichtet Sandra Langer. Auch von den Übernachtungsgästen, von denen Ingeborg Leonhardt allerdings gerne noch mehr sehen würde. Die Wirtin des benachbarten "Forellkruges", die die Zimmer gepachtet hat, ist noch nicht ganz zufrieden ("Es ist erst ein Radfahrer hier gewesen") und sieht für die kommenden Wintermonate eher grau.

Ilona Simon-Splinter genießt derweil den vermutlich letzten warmen Herbsttag. Sie richtet ihren Strandkorb nach der Sonne aus und blättert in ihrer Zeitschrift. Und die heißt passenderweise "Landlust".
     

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