Gedenkaktion: Der Künstler Gunter Demnig verlegte gestern Nachmittag Stolpersteine in der Widumstraße vor Häusern, in denen von Nationalsozialisten ermordete Menschen lebten. Im Hintergrund Schüler der Israel-AG am Einstein-Gymnasium. - © Matthias Gans
Gedenkaktion: Der Künstler Gunter Demnig verlegte gestern Nachmittag Stolpersteine in der Widumstraße vor Häusern, in denen von Nationalsozialisten ermordete Menschen lebten. Im Hintergrund Schüler der Israel-AG am Einstein-Gymnasium. | © Matthias Gans

Rheda-Wiedenbrück Elf neue Stolpersteine in Rheda-Wiedenbrück verlegt

Matthias Gans

Rheda-Wiedenbrück. 36 Bürger aus Rheda-Wiedenbrück, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, sind bereits mit einem „Stolperstein“ des Künstlers Gunter Demnig vor den Häusern ihres letzten Aufenthaltes geehrt worden. Gestern kamen elf neue Gedenksteine im Innenstadtbereich von Rheda hinzu. Schüler der Matthias-Claudius-Schule sowie der Israel-AG des Einstein-Gymnasiums erinnerten an die Getöteten und legten Rosen auf die zehn mal zehn Zentimeter großen Messingplatten mit Namen und Kurzangaben der Opfer. Bürgermeister Theo Mettenborg betonte die Wichtigkeit des „Erinnerns, um niemals zu vergessen“ und dankte den 57 Paten für die Opfersteine, die die Kosten der Verlegung übernehmen. Demnig betonte, dass Opfersteine die abstrakte Größe des Verbrechens verdeutlichten. Seit der ersten Aktion 1996 in Berlin hat er 56.000 Steine in 20 Ländern verlegt.

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