Die griechische Gemeinde Gütersloh steht nach Auskunft ihres Vorsitzenden Nikos Panajotopoulos seit sechs Monaten ohne Treffpunkt da. - © Andreas Frücht
Die griechische Gemeinde Gütersloh steht nach Auskunft ihres Vorsitzenden Nikos Panajotopoulos seit sechs Monaten ohne Treffpunkt da. | © Andreas Frücht

NW Plus Logo Gütersloh Ärger um abrissreifes Vereinsheim: Griechische Gemeinde sucht neue Bleibe

Die Stadt Gütersloh hat ein baufälliges Gebäude an der Bismarckstraße 80 aus Sicherheitsgründen vor sieben Monaten gesperrt – und damit auch den Treffpunkt der Griechischen Gemeinde Gütersloh. Ein neues Domizil ist nicht in Sicht und der Vorsitzende beklagt mangelnde Hilfe bei der Suche. Allerdings hat der Kulturverein auch schon ein Angebot ausgeschlagen.

Christian Bröder

Gütersloh. Wohin sollen wir? Nikos Panagiotopoulos zuckt mit den Schultern und hebt fragend die Hände. Die Tropfen vom Himmel über dem 114 Jahre alten Haus an der Bismarckstraße spiegeln seine Stimmung, denn der Vorsitzende der Griechischen Gemeinde Gütersloh fühlt sich im Regen stehen gelassen. Dem 73-Jährigen und den gut 160 Mitgliedern des Kulturvereins diente über 40 Jahre lang ein Anbau der städtischen Immobilie als gesellschaftliches Zentrum. „Doch seit März ist das Haus dicht. Bauzäune wurden hingestellt. Der Zutritt ist verboten und der Mietvertrag gekündigt worden. Ein neues Gebäude haben wir noch nicht, obwohl uns auch von Seiten der Stadt Hilfe versprochen wurde. Aber wir haben nichts gehört", beklagt sich Panagiotopoulos. Im Gütersloher Rathaus sorgen diese Aussagen für alles andere als Begeisterung. Schließlich habe man sich bereits tatkräftig darum bemüht, Abhilfe zu schaffen, wie Bürgermeister Norbert Morkes bekräftigt. Doch ein Angebot der Stadt habe der Verein einfach abgelehnt.

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