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Der Grünspecht gilt als das Wahrzeichen von Spexard. - © pixabay
Der Grünspecht gilt als das Wahrzeichen von Spexard. | © pixabay

Gütersloh Spexarder Vereine wollen ihren Specht als Skulptur auf Kreisverkehr sehen

Die Ratsfraktionen unterstützen den Wunsch der Vereine, auf den Kreisverkehr an der Neuenkirchener Straße endlich ihre Skulptur stellen zu dürfen. Fraglich ist nur, ob das Land darauf eingeht.

Ludger Osterkamp
11.09.2019 | Stand 16.09.2019, 08:59 Uhr

Gütersloh. Mit ihrem Wunsch nach einer besseren Beschilderung von Bauernhaus und Sportzentrum stoßen die Spexarder Vereine bei der örtlichen Politik auf nichts als Wohlwollen. Einstimmig haben sich die Fraktionen im Hauptausschuss entsprechend geäußert. Ihre volle Zustimmung findet auch ein zweiter Antrag der Vereine: Auf den Kreisverkehr Neuenkirchener / Bruder-Konrad- / Linteler Straße soll das Spexarder Wahrzeichen, ein großer Specht, getellt werden. Die Fraktionen beauftragten die Stadtverwaltung, ein gutes Wort für die beiden Wünsche einzulegen. Mehr kann die Stadt nicht tun - denn in beiden Fällen, bei den Hinweistafeln wie der Skulptur, hat das Land das Wort: Der Kreisverkehr und die gewünschten Stellen für Hinweisschilder liegen an Landesstraßen. Teils schon Pferde und Kühe erlaubt, warum also keinen Vogel? "Die Spexarder können einem fast schon leid tun", sagte Heiner Kollmeyer, Fraktionsvorsitzender der CDU. Seit Jahren setzten sie sich für ihre Anliegen ein, seit Jahren bissen sie auf Granit. "Wir können diese ablehnende Haltung des Landes nicht nachvollziehen", so Kolllmeyer. Beide Wünsche seien berechtigt und umsetzbar. Seine Fraktionskollegin Ingrid Hollenhorst sagte, hier gehe es ja auch um ein deutliches Zeichen zur Stärkung des Ehrenamtes. Außerdem sei der Kreisverkehr voller Unkraut und sehe unschön aus, eine Skulptur und Pflege täte ihm gut. Auch Norbert Morkes (BfGT) und Birgit Niemann-Hollatz (Grüne) äußerten ihr Unverständnis über die zögerliche, ablehnende Haltung des Landes. "In anderen Kreisverkehren", so Morkes, "habe ich schon Pferde und Kühe gesehen, und das wurde teils sogar als Kunst bezeichnet. Hier hingegen geht es nur um einen Specht mit zwei Beinen und um eine hochwertige, künstlerisch gestaltete Figur. Die Stadt sollte sich dafür einsetzen, dass der Specht dort sein Nest findet." Auch die Forderung nach Hinweisschildern zum Spexarder Bauernhaus und zum Sportzentrum, beide an der Lukas- / Bruder-Konrad-Straße gelegen, sei absolut berechtigt, so Morkes. Mit Blick auf den FC-Gütersloh-Vorstand Kollmeyer sagte er, selbst für das vorübergehend so genannte "Energieversum Stadion im Heidewald" seien Schilder ergänzt worden. Argumente des Landes stoßen auf Unverständnis Hinter der Forderung nach Tafeln und Skulptur (der Name Spexard kommt von "Spechtswald") stehen Vereine mit 5.000 Mitgliedern. Die Landesbehörden hatten bei den Tafeln, erstmals 2007 gefordert, bislang stets mit Hinweis auf bevorstehende Kreuzungsumbauten vertröstet und beim Specht vor der Gefahr durch ein feststehendes Hindernis auf dem Kreisel verwiesen - bei Unfällen sei das gefährlich. Die Vereine hingegen argumentieren, alle Straßen ringsum seien auf Tempo 50 beschränkt, und es gebe viele Kreisverkehre, bei denen Vergleichbares genehmigt worden sei.

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