Quizmaster Philipp Fleiter und Assistentin Manou Levin-Schwedersky mit Kopfschmuck und Schärpe. - © Robert Becker
Quizmaster Philipp Fleiter und Assistentin Manou Levin-Schwedersky mit Kopfschmuck und Schärpe. | © Robert Becker

Gütersloh Das größte regionale Kneipenquiz gibt's in Gütersloh

Jeden zweiten Freitag im Monat steigt in der Weberei das größte regionale Kneipen-Quiz - wer mitmachen will, muss früh dran sein

Gütersloh. Die Weberei-Gastronomie ist zum 50. Kneipenquiz gefüllt. 130 Gäste warten auf den Einsatz des Moderators. Philipp Fleiter hat ein Krönchen im Haar. „Happy Birthday" steht drauf. „Wir haben heute nicht nur das 50. Quiz, sondern feiern gleichzeitig das fünfjährige Jubiläum der neuen Weberei", erklärt Fleiter. Im Frühjahr 2014 hatte das Team um Steffen Böning den Bürgerkiez übernommen. Wenig später startete Fleiter sein Erfolgsprogramm mit Frage-und-Antwort-Spiel. Kurz vor dem Start läuft Fleiter mit Assistentin Manou Levin-Schwedersky die Tische ab. Sie verteilen Antwortbögen und kleine Tröten. Mit Hütchen im Haar und Schärpe um den Bauch sehen die beiden aus wie beim Junggesellen-Abschied. Dann muss Fleiter noch ein kleines, an der Decke baumelndes Geburtstagstörtchen zertrümmern. Der fünfte Schlag sitzt. Es rieselt Konfetti und das Törtchen sinkt unter Gejohle zu Boden. Keine Handys, kein Spicken Punkt 20 Uhr geht’s los. Nach einer kurzen Begrüßung verliest Fleiter die Regeln: Maximal sechs Personen pro Gruppe, keine Handys, kein Spicken. „Und schreibt leserlich!", mahnt der Quizmaster. Knapp 40 Teams haben sich gebildet. Die spät Gekommenen hocken an der Theke. Fleiter verliest die Fragen und marschiert wie ein Lehrer bei einer Klausur durch die beiden Räume der Gastronomie. „Bei welchem Geburtstag bekommt man in Deutschland eine Karte vom Bundespräsidenten?" lautet seine erste Frage (a,Antwort siehe unten). 13 Fragen pro Runde gibt es. Drei Runden werden gespielt. Zu gewinnen gibt’s Karten für kommende Weberei-Events. Ratlose Blicke bei den Schätzfragen Der Kneipen-Quiz des Radio-Gütersloh-Moderators ist zum Erfolgsformat avanciert. Auch in nicht-öffentlichen Gesellschaften findet das Frage-Antwort-Spiel regen Anklang. „Wir haben das neulich mit Lehrern gespielt", erzählt Fleiter, als er zwischendurch das quasselnde Volk mal um Ruhe bittet. Es klappt sofort, der Geräuschpegel sinkt. „Bei den Lehrern hat das mit der Ruhe nicht so gut funktioniert", lacht Fleiter und blättert in seinem Katalog. „Wie heißen die drei Waffen im Fechtsport?" (b), will er wissen. Es gibt auch Schätzfragen, aber weil er diese mit fünf statt mit einem Punkt als besonders hochkarätig ausgelobt hat, legt Fleiter hier die Latte hoch. „Was ist statistisch gesehen das sicherste Alter im Leben, also mit der geringsten Todeswahrscheinlichkeit?" (c) Da erntet er ratlose Blicke, aber es gibt ja auch noch die vermeintlich einfacheren Fragen. „Welches Schreibgerät erfanden 1938 die Biro-Brüder?" (d) Oder „wie heißt der Geheimdienst, für den James Bond arbeitet?" (e) Auch Gütersloh-Fragen haben sich Fleiter und sein Team ausgedacht. „Wo in Gütersloh findet sich Est, Hunu und Pesel?" (f), lautet eine davon. "Die Leute sollen heute Abend weinend nach Hause gehen" Nach einer Dreiviertelstunde ist die erste Runde rum. Fix werden die Zettel eingesammelt. Dann glühen an allen Tischen die Handys – war die abgegebene Antwort wohl richtig? Er mache hier regelmäßig mit, sagt Sören Rethage, der an einem der langen Tische mit einer Gruppe sitzt. Er sei meist in unterschiedlicher Besetzung dabei. „Meistens Dritter oder Vierter, aber noch nie gewonnen", lautet seine Bilanz. Gewinnen ist auch nicht das Ziel. Das Ziel hatte Fleiter irgendwann zwischen Frage 11 und 12 für alle definiert: „Die Leute sollen heute Abend weinend nach Hause gehen!" Das sind die richtigen Antworten: a) Beim 100. 105, und jedem weiteren Geburtstag.b) Degen, Florett, Säbel.c) Acht bis zehn Jahre.d) Kugelschreiber.e) MI 6. f) Statuen im Stadtpark.

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