Pleite für die Händler - Gütersloh bekommt keinen fünften verkaufsoffenen Sonntag. - © Pixabay
Pleite für die Händler - Gütersloh bekommt keinen fünften verkaufsoffenen Sonntag. | © Pixabay

Gütersloh In Gütersloh wird's keinen fünften verkaufsoffenen Sonntag geben

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Pleite für die Innenstadthändler: Einen fünften verkaufsoffenen Sonntag wird es in Gütersloh nicht geben. Die Mehrheit im Stadtrat lehnt ihn ab. Zwar steht der endgültige Beschluss erst am Freitag im Stadtrat an, doch der Verlauf der Debatte und das Votum  im Fachausschuss für Umwelt und Ordnung machten klar, dass dem Vorstoß der Einzelhändler kein Erfolg beschieden sein wird: SPD, Grüne, BfGT und Linke – und damit eine deutliche Ratsmehrheit – positionierten sich gegen den Antrag. Nach Sonntag sollte ein fünfter verkaufsoffener Sonntag stattfinden Neben den vier bisherigen vier verkaufsoffenen Sonntagen zum „Gütersloher Frühling", zur Michaeliswoche, zum „Martinswochenende/Lesestadt" und zu Beginn des Weihnachtsmarktes hatten sich die Händler den Sonntag nach Weihnachten als fünften verkaufsoffenen auserkoren. Sie wollen damit den neuen Spielraum nutzen, den ihnen die Landesregierung gewährt; demnach wären rechtlich sogar acht Shopping-Sonntage möglich. Doch wie berichtet, stoßen sie damit auf massiven Widerstand der Gewerkschaft Verdi und der Kirchen. Die evangelische und die katholische Gemeinde Güterslohs hatten in einer ungewöhnlichen gemeinsamen Stellungnahme den Stadtrat um Besonnenheit und um Ablehnung des zusätzlichen Sonntages, der zumal in der besinnlichen Jahreszeit läge, abzulehnen. SPD teilt Meinung der Kirchen / CDU unterstützt Händler „Wir schließen uns den Stellungnahmen von Verdi und Kirchen an", sagte Thomas Krümpelmann, SPD. Die bisherigen vier Sonntage trage man mit, einen fünften nicht. Die Landesregierung betreibe mit der Ausweitung auf bis zu acht Sonntage „eine falsche Politik", die dazu führe, dass sinnvolle Verkaufstage wie jener ausgefallene unlängst auf dem Paderborner Libori durch Gegenwind verhindert würden. Die Beibehaltung des Status Quo in Gütersloh halte er für einen guten Kompromiss. Nur die CDU unterstützte den Antrag der Händler. Sie votierte geschlossen dafür, auch wenn es laut Sprecher Georg Hanneforth intern verschiedene Ansichten dazu gebe.

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