An der Berliner Straße: Am Mittwochvormittag konnten sich Interessenten das Inventar vor Ort anschauen. - © Lena Vanessa Niewald
An der Berliner Straße: Am Mittwochvormittag konnten sich Interessenten das Inventar vor Ort anschauen. | © Lena Vanessa Niewald

Gütersloh Mit Fußballsticker und Katzenbild: Inventar von Brüggershemke und Reinkemeier wird versteigert

Online können Interessenten auf Maschinen und Co. bieten - teilweise sind die noch mit bunten Stickern beklebt

Lena Vanessa Niewald

Gütersloh. Bis vor kurzem liefen die Maschinen auf dem großen Fabrikgelände von Brüggershemke und Reinkemeier (B&R) an der Berliner Straße noch täglich. Nachdem der insolvente Büro-Großhändler im Juni schließen musste, stehen Druckmaschinen und Hubwagen still. Für einen Vormittag zog jetzt aber noch mal Leben auf das verlassene Gelände. Die komplette Betriebs- und Geschäftsausstattung inklusive Maschinen wird im Internet versteigert. Damit Interessierte wissen, worauf sie bieten, konnten alle Angebote am Mittwochvormittag vor Ort besichtigt werden. Von Industriesaugern, über Falzmaschinen bis hin zu Flipcharts soll alles unter den Hammer kommen. Kühlschrank aus dem Pausenraum Fast jedes Teil auf dem Betriebsgelände hat einen roten Aufkleber mit einer Nummer. Sogar der Kühlschrank im Pausenraum oder die Lautsprecheranlage im Schulungsraum. Ungestört können sich Interessenten auf dem Gelände umsehen. Teilweise erinnern kleine Verzierungen von ehemaligen Mitarbeitern an dem Inventar noch an die lebendigen Zeiten in den Räumen von B&R. So prangt auf dem ehemaligen Bondrucker aus der Schlauchbeutelproduktion noch ein alter Aufkleber von Fußballbundesligist Borussia Dortmund. An einem der Förderbänder kleben zahlreiche kleine Bildchen Katzen sowie Blumen und Kükenaufkleber. Nach Auktionsende: Selbstabholung und Abbau  Auch die Dekorationen bekommt der Höchstbietende am Ende. Denn: Alles muss nach Auktionsende vor Ort selbst abgeholt und abgebaut werden. Dafür vorgesehen ist Donnerstag, 31. August, von 8 bis 16.30 Uhr. „Wir gehen davon aus, dass 95 Prozent nach der ersten Versteigerung weg sind", sagt Auktionator Hubert Küppers optimistisch. Seine Firma, die Industrie-Verwertungs-Gesellschaft, wurde mit der Auktion beauftragt. Nur die wenigsten Bieter schauen sich aber nach Aussagen des Auktionators die Angebote überhaupt vorher an. „Die meisten verlassen sich auf die Informationen und Fotos im Netz", sagt Küppers. Weitere Versteigerungen im September und November Mitarbeiter Günther Redeker ergänzt: „Wenn, dann schauen sich Interessierte vor allem die Maschinen an." Für die Besichtigung seien diese extra noch mal angeschlossen worden, damit potenzielle Käufer sich von der Betriebsfähigkeit überzeugen können. Dass heute viele Auktionen online ablaufen, erleichtere die Abwicklungen solcher Versteigerungen enorm, so Redeker. Falls nicht alles im ersten Durchlauf verkauft wird, hat Küppers noch einen Plan B. Sowohl für September als auch für November seien noch mal Versteigerungen angesetzt. „Spätestens im November geht dann der Rest weg", so Hubert Küppers. Noch bis heute Abend können Interessierte im Netz mitbieten: www.ivg.auction.de

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