Als Standort für einen Freifunk-Knoten angepeilt: Auf dem Dach des Alten Amtsgerichts sollen zwei Antennen für die Internetnutzung angebracht werden. - © Raimund Vornbäumen
Als Standort für einen Freifunk-Knoten angepeilt: Auf dem Dach des Alten Amtsgerichts sollen zwei Antennen für die Internetnutzung angebracht werden. | © Raimund Vornbäumen

Gütersloh Freifunk: WLAN-Netz wird langsam dichter

Die Knoten in den Notunterkünften gehen bald in Betrieb, unter einer Bedingung

Rainer Holzkamp
20.11.2015 | Stand 20.11.2015, 12:20 Uhr

Gütersloh. Die Anlaufschwierigkeiten beim Thema Freifunk scheinen langsam überwunden zu werden. Nachdem am 21. Oktober der WLAN-Knoten im Rathaus freigeschaltet wurde und seither Gratis-Internetzugänge unter anderem im Bürgerbüro und im Ratssaal zur Verfügung stehen, sollen nun weiteren Angebote hinzukommen. Als Ausfluss eines Abstimmungsgesprächs mit der Freifunkinitiative Gütersloh wurden in den beiden Flüchtlingsnotunterkünften in Friedrichsdorf und Spexard inzwischen zusätzliche Breitbandanschlüsse installiert, die von der Stadt betrieben werden. Merkwürdigerweise sind sie allerdings noch nicht freigeschaltet. Zwar hat der Rat bereits Ende August den politischen Willen erkennen lassen, die Unterkünfte mit kostenlosem WLAN zu versorgen, doch erwartet die Verwaltung laut Vorlage für den Rat am 27. November eine weitere Bestätigung. In dem Fall würden die Zugänge in der ersten Dezemberwoche freigegeben.Zusätzliche Antennen auf dem alten Amtsgericht In den Kulturräumen soll die vorhandene WLAN-Struktur für Aussteller nicht für ein Freifunk-Angebot genutzt werden. Offenbar wird befürchtet, bei Veranstaltungen könnte es sonst zu Breitband-Engpässen kommen. Daher soll nun eine weitere Internetleitung ins Haus gelegt werden. Der neue Freifunk-Knoten werde anschließend kurzfristig freigeschaltet, freilich zunächst nur in den beiden Eingangsbereichen der Stadthalle. In der Innenstadt wird sich die Versorgung ebenfalls verbessern. Auf Anregung der Freifunker sollen zwei Antennen auf dem Dach des alten Amtsgerichts angebracht werden, um so den Berliner Platz mit WLAN zu erschließen. Da dort bereits eine Webcam sowie ein Hotspot der Bitel installiert sind, geht die Verwaltung davon aus, dass der Denkmalschutz für das Gebäude kein Hinderungsgrund ist. Wegen des höheren Installationsaufwands belaufen sich die Investitionskosten in diesem Fall auf 1.000 Euro. Sonst liegen sie zwischen 180 und 280 Euro. Der Betrieb schlägt jeweils mit rund 35 Euro pro Monat zu Buche. In den kommenden Wochen und Monaten soll das WLAN-Netz noch dichter werden. Als weitere Standorte sind beispielsweise die Stadtbibliothek und das ehemalige Altenheim im Fokus.

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