Die Drehleiter kam zum Einsatz. - © Jonas Damme
Die Drehleiter kam zum Einsatz. | © Jonas Damme

Produktionshalle brennt ab 250 Einsatzkräfte löschen Großbrand bei Schüco in Borgholzhausen

Löschzüge aus Borgholzhausen und aus den Nachbarstädten rückten an. Das Feuer ist mittlerweile gelöscht. Die Gefahrenwarnung vom Vorabend ist aufgehoben


Borgholzhausen. Erst sind es nur Rauschwaden. Dann gibt es den großen Knall und die Produktionshalle der Firma Schüco an der Südstraße in Borgholzhausen (Kreis Gütersloh) steht lichterloh in Flammen. Es ist gegen 18.30 Uhr am Sonntagabend, als der Alarm eingeht. Ausgerechnet ein Teil der Firma Schüco im Herzen des Stadtgebietes war der Auslöser. Hier kam es aufgrund eines Brandes zu verstärkter Rauchentwicklung. Für alteingessenene Bewohner wurden damit Erinnerungen an einen dramatischen Zwischenfall aus den 1970er Jahren wach. Dunkle Rauchschwaden über dem Werk Damals war es bei der Firma Hufendiek zu einem Großbrand gekommen. Seit vielen Jahren gehört der Gebäudekomplex nun Schüco, ist hier das Eloxalwerk zur Veredelung von Aluminium untergebracht. Genau in diesem Bereich ist es nun augenscheinlich erneut zum Feuer gekommen. Riesige, dunkle Rauchschwaden zogen zunächst weithin sichtbar über das Werk hinweg, bahnten sich ihren Weg in östliche Richtung, erregten die Neugierde der Nachbarschaft. Mit einem Großaufgebot trafen nach und nach die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr mit 250 Einsatzkräften ein. Auch die Drehleiter aus Halle wurde hinzugerufen. Flammen schlugen durch das Dach Von der Südstraße aus versuchten sich die Kameraden der Feuerwehr erst einen Überblick am Ort des Geschehens zu verschaffen, entschieden sich trotz allem zunächst nicht, in das Gebäude vorzurücken. Eine umsichtige Entscheidung. Nach rund einer Stunde schlugen die Flammen durchs Dach, stand die Halle in einem Feuerball. Gegen 21 Uhr war der Brand unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauerten weiter an. Nach ersten Einschätzungen von Mitarbeitern und Einsatzkräften, die den Brand verfolgten, schien sich das Feuer anfangs vor allem im nördlichen Bereich, in dem auch die Transformatoren stehen, augebreitet zu haben. Keine Chemikalien nach außen gedrungen Da die Schüco-Hallen über ein spezielles Auffangsystem verfügen, konnte die Einsatzleitung der Feuerwehr bereits gestern Abend bestätigen, dass - vom Qualm abgesehen - keine Chemikalien nach außen gedrungen sind. Aufgrund der Rauchentwicklung traf am Abend ein ABC-Trupp des Kreises Gütersloh ein. Die Luftmessungen seien aber durchgehend negativ gewesen. Der Kreis Gütersloh sprach dennoch eine Gefahrenwarnung aus und forderte per Internetaufruf und Warn-App »Nina« auf, Türen und Fenster geschlossen zu lassen. Diese Warnung wurde am Montagmorgen aufgehoben.

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