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In Bielefelder Krankenhäusern müssen aktuell keine Covid-19-Patienten beatmet werden. - © Kai Senf
In Bielefelder Krankenhäusern müssen aktuell keine Covid-19-Patienten beatmet werden. | © Kai Senf

Bielefeld Trotz steigender Zahlen: Erstmals seit Wochen keine künstliche Beatmung

Die Stadt Bielefeld meldet die 30.000. Corona-Infektion an das LZG und das Robert-Koch-Institut. Die jüngeren Corona-Toten sind weiter hauptsächlich Ungeimpfte.

Eike J. Horstmann
12.01.2022 , 03:00 Uhr

Bielefeld. Die Daten fließen wieder zwischen dem Gesundheitsamt und dem Landeszentrum für Gesundheit NRW in Bochum. Nachdem am Montag, 10. Januar, aufgrund technischer Schwierigkeiten keine neuen Infektionsfälle an das LZG und von dort an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt worden konnten, wurden die fehlenden Zahlen am gestrigen Dienstag nachgemeldet. Entsprechend steil ging gestern die Inzidenzkurve für Bielefeld in die Höhe.

Durch die ungewöhnlich hohe Zahl von 322 neuen Covid-19-Infektionen stieg die Sieben-Tage-Fallzahl auf 986 und die Inzidenz damit auf 295,6. Das ist – gemessen an den tagesaktuell gemeldeten, vorläufigen Inzidenzen – der höchste Wert seit dem 12. Dezember. Trotz des rasanten Anstiegs um 62,3 Punkte liegt Bielefeld damit weiterhin deutlich unter dem Landes- und Bundesschnitt. Dieser steht in NRW derzeit bei 381,7, in ganz Deutschland bei 387,9 – nahe überall mit steigender Tendenz.

Trotz der zahlreichen Infektionen entspannt sich die Lage in den Krankenhäusern

Laut dem Landeszentrum für Gesundheit gelten aktuell 2.400 Bielefelder als infiziert und damit als ansteckend. Schätzungsweise 27.300 Betroffene haben ihre Infektion bereits überstanden und gelten als genesen. Durch die zahlreichen Nachmeldungen wurde zudem – wie prognostiziert – am gestrigen Dienstag die Marke der 30.000. Corona-Infektion in Bielefeld gerissen. Insgesamt sind nun seit Ausbruch der Pandemie 30.153 Menschen infiziert gewesen. 448 sind mit oder an Covid-19 verstorben. Das letzte Opfer war ein 59-jähriger Mann, der laut Mitteilung der Stadt Bielefeld nicht geimpft war. Damit steigt unter den jüngeren Corona-Toten der Anteil der Ungeimpften weiter an. Die mit Abstand meisten Todesfälle betreffen indes weiter die Menschen über 80 Jahre.

Trotz des dynamischen Infektionsgeschehens bleiben die Sterbezahlen und auch die Hospitalisierungen deutlich hinter den Werten des Januar 2021 zurück, als Bielefeld ebenfalls von einer Corona-Welle getroffen worden war. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte die zweite Welle mit einer Inzidenz von 289,1 (13. Januar 2021) ihren Höhepunkt erreicht, seit Heiligabend waren 76 Menschen an oder mit Corona verstorben. Eine Woche zuvor, am 5. Januar 2021, waren mit 159 Patienten die höchste Zahl der Covid-19-Patienten in den Bielefelder Krankenhäusern registriert worden, 41 Menschen mussten auf der Intensivstation behandelt, 35 davon sogar künstlich beatmet werden.

Aktuell sind seit Heiligabend 2021 rund 20 Todesfälle zu beklagen, die Hospitalisierung ist mit 32 Patienten auf den niedrigsten Stand seit Anfang November gesunken. Laut Mitteilung der Stadt sind drei Corona-Patienten auf der Intensivstation. Und erstmals seit Wochen muss niemand wegen Covid-19 beatmet werden.

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