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Ein Mann hat seinen Hund bei hohen Temperaturen im Auto gelassen - die Polizei rettete das völlig dehydrierte Tier. - © Polizei
Ein Mann hat seinen Hund bei hohen Temperaturen im Auto gelassen - die Polizei rettete das völlig dehydrierte Tier. | © Polizei
Tierquälerei

Hund kollabiert in überhitztem Auto: Bielefelder Polizei greift ein

Ein außergewöhnlicher Notruf, ein erschreckender Anblick, eine besondere Rettungsaktion - und wenig später eine verstörende Aussage des Autofahrers: Die Polizei hat jetzt eine Geschichte veröffentlicht, die viele fassungslos macht.

Dennis Rother
19.06.2021 | Stand 23.06.2021, 11:20 Uhr

Bielefeld/Bünde. Bei hohen Temperaturen haben Hunde im verschlossenen Auto nichts zu suchen - darauf machen Rettungskräfte und Tierschützer immer wieder aufmerksam. Abgestellte Pkw werden schnell zu tödlichen Fallen. Doch manchem Autofahrer scheint das egal zu sein. Die Polizei Bielefeld macht jetzt auf einen besonders dramatischen Fall aufmerksam: Ein völlig dehydrierter Hund wurde jüngst in einem geparkten Wagen im Musikerviertel entdeckt. Die Beamten konnten das erschöpfte Tier mutmaßlich gerade noch vor dem Tod retten. Der Autofahrer kam wenig später dazu - und gab eine Aussage zu Protokoll, die viele fassungslos macht.

Wie Polizeisprecher Fabian Rickel mitteilt, ereignete sich der Vorfall am 27. Mai an der Lessingstraße. Ein "besorgter Bürger" habe sich an dem "sehr warmen Tag" gegen 13.30 Uhr bei den Einsatzkräften gemeldet, weil sich dort ein Hund seit mindestens einer Stunde in einem Auto befand, berichtet die Polizei auf Facebook weiter. "Als wir das Fahrzeug erreichten, regte sich der Hund kaum und reagierte nicht auf Ansprache. Alle Fenster und Türen waren verschlossen und Wasser war ebenfalls nicht im Auto vorhanden."

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Mann wollte den Hund drei Stunden im Auto lassen

Den Beamten "blieb nichts anderes übrig, als die Heckscheibe des Pkw einzuschlagen und den Hund nach draußen zu tragen". Der Hund bekam direkt Wasser zu trinken. "Auch Anwohner brachten zusätzliches Wasser vorbei", berichtet die Polizei. Die Einsatzkräfte haben ein erschreckendes Foto des aus dem überhitzten Pkw befreiten Hundes veröffentlicht: Das Tier liegt nach der Rettung apathisch mit weit aufgerissenem Maul auf dem Asphalt.

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Kurze Zeit später sei der Fahrer des Autos gekommen, ein Mann aus Bünde. "Er erklärte uns, dass er einen Termin gehabt habe und deshalb den Hund für circa drei Stunden im Fahrzeug lassen wollte." Nicht nur diese Aussage sorgt in den sozialen Medien für eine Welle der Empörung.

Der Bünder bedankte sich bei den Polizisten "trotz der eingeschlagenen Heckscheibe". Dennoch habe man eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angefertigt.

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