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Bielefeld tritt einem Städtebündnis bei. - © dpa
Bielefeld tritt einem Städtebündnis bei. | © dpa

Bielefeld Erklärung: Bielefeld will in Seenot gerettete Flüchtlinge aufnehmen

Bielefeld unterzeichnet die "Potsdamer Erklärung"

Ingo Kalischek
14.07.2019 | Stand 14.07.2019, 10:48 Uhr

Bielefeld. "Für uns ist heute ein wichtiger Tag", sagt Brix Tramsen von der Initiative Seebrücke Bielefeld während der jüngsten Fridays-for-Future-Demo am Donnerstag. Der Stadtrat musste am Abend über einen besonderen Antrag beraten. In dem wird die Stadt aufgefordert, dem Städtebündnis "Städte Sicherer Häfen" beizutreten. Der Antrag wurde mehrheitlich beschlossen.

Damit reiht sich Bielefeld ein in eine Gruppe von bislang 13 Städten, darunter Detmold. Die Städte erklären sich in der sogenannten "Potsdamer Erklärung" dazu bereit, aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufzunehmen. "Es ist wichtig, dass sich die Städte nicht bloß dazu bekennen, sondern dass sie sich auch wirklich darum bemühen", sagt Brix Tramsen. Die Bielefelderin hatte während der Demo am Donnerstag eine kurze Rede zu dem Thema gehalten - und dafür viel Applaus von den jungen Aktivisten erhalten.

Pit Clausen wird die "Potsdamer Erklärung" unterzeichnen

Erstunterzeichner der "Potsdamer Erklärung" waren Städte wie Flensburg, Greifswald, Potsdam, Marburg und Krefeld. Das kommunale Bündnis fordert von der Bundesregierung und dem Bundesinnenminister die schnellstmögliche Zusage, die aus Seenot im Mittelmeer geretteten Geflüchteten auch aufnehmen zu können.

Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) wird die Erklärung nun ebenfalls unterzeichnen. Er hatte bereits im vergangenen Sommer seine Bereitschaft erklärt, aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufnehmen zu wollen. Dafür hatte er auch einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben. Bereits seit Sommer 2018 ist Bielefeld offiziell "Sicherer Hafen" - so wie rund 60 weitere Städte auch. Mit dem nun beschlossenen Antrag geht die Stadt noch einen Schritt weiter.

Die Paprika Koalition in Bielefeld um SPD, Grüne und Bürgernähe/Piraten hatte den Antrag eingebracht und mehrheitlich beschlossen.

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