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Ein aggressiver und bissiger Hund wäre am Freitagnachmittag fast von der Polizei erschossen worden. - © Symbolfoto: Pixabay Creative Commons
Ein aggressiver und bissiger Hund wäre am Freitagnachmittag fast von der Polizei erschossen worden. | © Symbolfoto: Pixabay Creative Commons

Bielefeld Fast erschossen: Bissiger Hund löst Polizeieinsatz in Bielefeld aus

Betrunkener Hundehalter wollte sein Tier auf Polizisten loslassen. Nach Pfeffersprayeinsatz können Feuerwehr und Tierschutzverein Schäferhund einfangen

Jens Reichenbach
12.07.2019 | Stand 12.07.2019, 18:47 Uhr

Bielefeld. Ein Schäferhund stand am Freitag in Bielefeld kurz davor, von einer Polizeiwaffe erschossen zu werden. Das berichtet ein Sprecher der Polizeibehörde. Zuvor hatten sich Kunden einer freien Tankstelle an der Artur-Ladebeck-Straße bei der Leitstelle beschwert, da sie beim Tanken von einem großen Hund angesprungen wurden. Der offensichtlich total betrunkene Hundehalter habe auf das Tier keinerlei Einfluss mehr gehabt, heißt es von der Polizei. Die Leitstelle schickte kurz nach 14.50 Uhr Streifenwagen zu der Tankstelle, um die Situation zu beruhigen. Doch beim Versuch, den Hund und den uneinsichtigen Halter von dem Tankstellengelände zu führen, wurde einer der Beamten gebissen. Straße wegen möglicher Schüsse gesperrt Lange gingen die Beamten davon aus, dass sie das Tier erschießen müssen, sollte sich der Hund nicht eingefangen lassen. Die Polizei sperrte daraufhin das Tankstellengelände ab. Da "bis kurz vor Schluss für uns nicht klar war, ob wir nicht doch noch von der Schusswaffe Gebrauch machen müssen", so die Polizei, wurde vorübergehend auch die Artur-Ladebeck-Straße gesperrt. Ein hinzugerufener Feuerwehrmann betonte, dass der Hund sichtlich unzufrieden mit der konfrontativen Situation zwischen Herrchen und Polizei war, aber bei Zuspruch keinerlei aggressives Verhalten mehr an den Tag legte. Kurz vor 16 Uhr eskalierte die Situation trotzdem. Polizeibeamter setzt aus Notwehr Pfefferspray ein Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, drohte der offenbar verzweifelte Hundehalter, seinen Schäferhund nun auf die Beamten loszulassen. Aus Notwehr setzte einer der Beamten Pfefferspray gegen Mensch und Tier ein. Der Hund lief daraufhin in Panik in das Tankstellengebäude, wo er sichtbar verstört nach seinem Herrchen suchte. "Weil dadurch Hund und Hundehalter getrennt waren, konnten Feuerwehr und Tierschutzverein sich problemlos um den Schäferhund kümmern. Die Polizeibeamten führten den uneinsichtigen Hundehalter hingegen in Handschellen ab. Schäferhund wird Herrchen vermutlich nicht wiedersehen Der verletzte Polizist musste sich ärztlich behandeln lassen. Weitere Verletzte gab es zum Glück nicht. Der Schäferhund kam anschließend ins Tierheim. Sein Herrchen wird das Tier vermutlich nicht wieder bekommen.

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