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Erfolgreiche Start-ups: Irene Binder von Margin und Mathias Hartung (l.) mit Janik Jaskolski von Semalytix. - © Wolfgang Rudolf
Erfolgreiche Start-ups: Irene Binder von Margin und Mathias Hartung (l.) mit Janik Jaskolski von Semalytix. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Wie Gründer aus OWL die Welt erobern wollen

Ausgezeichnet: Margin zählt zu den besten 100 Start-ups in Deutschland, Semalytix hat es sogar unter die Top Ten geschafft. Angefangen haben beide in der Founders Foundation. Beide Jungunternehmen haben noch viel vor

Jemima Wittig
28.11.2018 | Stand 29.11.2018, 11:04 Uhr

Bielefeld. Warum sollen junge Talente nach Bielefeld kommen? „Die Stadt bietet weniger Ablenkungen als Berlin", sagt Janik Jaskolski und lacht. Der 31-Jährige ist einer von fünf Gründern des Startups Semalytix. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz (KI), werten sie Daten aus, um für Pharmafirmen Aussagen über die Marktwirkung von Medikamenten treffen zu können. Nach nur drei Jahren sind sie damit so erfolgreich, dass sie nicht nur 45 Mitarbeiter beschäftigen können und in diesem Jahr einen Umsatz von 1,4 Millionen Euro machen, sondern jetzt auch unter die Top Ten der Start-ups aus Deutschland gewählt wurden. Unter die besten 100 hat es ein weiteres Bielefelder Unternehmen geschafft: Margin wurde 2014 gegründet, hat 13 Mitarbeiter und macht 2018 einen Umsatz von einer halben Million Euro. Das Jungunternehmen hat eine Software programmiert, mit der man im Internet Kryptowährungen kaufen und verkaufen kann. Auch Mitarbeiterin Irene Binder hat gemerkt, dass es eine Herausforderung ist, junge Talente nach OWL zu holen. Die Ehrung sieht sie aber als einen guten Schritt an. Von Bielefeld in die ganze Welt Beide Start-ups haben im ersten Jahr nach der Gründung der Founders Foundation 2016 an deren Schulungsprogramm teilgenommen. Jetzt haben sie viel vor: Margin will sich weiter professionalisieren und zu dem bislang einen Händler, neben mehr als 6.000 privaten Nutzern, weitere Unternehmen als Kunden gewinnen. Semalytix möchte sich laut Jaskolski überregional als Branchenführer im Bereich Intelligence Analytics etablieren. Sie könnten sich vorstellen, ihre Technologie auch der Finanzindustrie anzubieten, da sie sprachen- und branchenunabhängig nutzbar sei. Auch die KI braucht noch einen Namen. Darüber können die Gründer in ihrer Zweitniederlassung in Lissabon nachdenken. Immerhin, so schlussfolgert er: „Bielefeld erobert jetzt die Welt."

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