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Einst christliche Kirche: Exakt vor zehn Jahren wurde die Synagoge an der Detmolder Straße offiziell eröffnet. Zuvor war die Immobilie Heimat der evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde, die mit der Neustädter Marienkirche fusionierte. - © Sarah Jonek
Einst christliche Kirche: Exakt vor zehn Jahren wurde die Synagoge an der Detmolder Straße offiziell eröffnet. Zuvor war die Immobilie Heimat der evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde, die mit der Neustädter Marienkirche fusionierte. | © Sarah Jonek
Bielefeld

Zehn Jahre Synagoge: Jüdische Gemeinde rät zu Kippa-Verzicht

Religion: Heute vor zehn Jahren wurde das Gotteshaus an der Detmolder Straße eröffnet. Seitdem ist jüdisches Leben in Bielefeld wieder sichtbar - allerdings sind Juden wegen Anfeindungen sehr vorsichtig geworden

Ansgar Mönter
21.09.2018 | Stand 21.09.2018, 08:54 Uhr
Beleben die Gemeinde: Elena Egorov und ihr Sohn Ilja Egorov im wichtigsten Raum der Synagoge. Sie leisten viel Sozialarbeit. - © Sarah Jonek
Beleben die Gemeinde: Elena Egorov und ihr Sohn Ilja Egorov im wichtigsten Raum der Synagoge. Sie leisten viel Sozialarbeit. | © Sarah Jonek

Bielefeld. Zwischen dem 9. November 1938 und dem 20. September 2008 war jüdisches Leben in Bielefeld kaum sichtbar. Die Nazis zerstörten es. Nach dem Krieg fanden die wenigen verbliebenden Juden der Stadt eine unauffällige Heimstatt im Haus Stapenhorststraße 35. Am 21. September 2008 änderte sich dann alles. Fast genau 70 Jahre nach dem NS-Pogrom mit Synagogenbrand an der Turnerstraße bezog die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld wieder einen repräsentativen Bau. An dem Tag wurde die neue Synagoge an der Detmolder Straße 107 offiziell und feierlich bezogen.