Die Uni Bielefeld baut einen neuen Hörsaal. So soll er aussehen. - © Behet Bondzio Lin Architekten
Die Uni Bielefeld baut einen neuen Hörsaal. So soll er aussehen. | © Behet Bondzio Lin Architekten

Bielefeld Universität baut neues Hörsaalgebäude mit 700 Plätzen

Investition von 6,5 Millionen Euro / Fertigstellung 2020

Sebastian Kaiser

Bielefeld. Die Universität Bielefeld braucht mehr Platz. Die Studentenzahlen sind gestiegen und während der Sanierung des Hauptgebäudes wird der größte Hörsaal, das Auditorium maximum mit 1.200 Sitzplätzen, jahrelang nicht zur Verfügung stehen. Daher wird ein neues Hörsaalgebäude errichtet. Die Bauzeit ist knapp kalkuliert. Zwischen dem Hauptgebäude und der Wertherstraße stehen an der Straße Konsequenz bereits mehrere Uni- Einrichtungen. Zwischen der Experimentalphysik und einem neuen Bürohaus mit 120 Räumen, das in Kürze bezogen werden soll, liegt das Grundstück für das künftige Gebäude.Rund 6,5 Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt. Bauherr ist die Universität selbst. Die bestreitet die Kosten nicht nur aus eigenen Mitteln. „Für das Audimax hätte es eine Übergangslösung geben müssen. Dafür hatte der Liegenschaftsbetrieb des Landes Kosten von rund 3,75 Millionen Euro berechnet. Wir haben den Vorschlag gemacht, dieses Geld zu nehmen, selbst etwas draufzulegen und dann etwas Dauerhaftes zu schaffen. Die Verhandlungen mit dem Landesbetrieb haben überraschend schnell zum Erfolg geführt. Wir bekommen die 3,75 Millionen", berichtet der Kanzler der Universität, Stephan Becker. Dauerhaftes Gebäude Statt eines Behelfsbaus entsteht nun ein dauerhaftes und modernes Gebäude. Die Pläne des Münsteraner Architekturbüros „Behet Bondzio Lin" sehen ein schlichtes, aber funktionales Gebäude vor. Auf zwei Etagen wird es einen Hörsaal mit 700 Plätzen sowie drei Seminarräume mit jeweils etwa 60 Plätzen geben. „Das Gebäude lehnt sich an den Hang an. So nutzen wir die Form des Geländes für die ansteigenden Sitzreihen im Hörsaal aus", erläutert Roland Bondzio, dessen Entwurf unter 14 Bewerbungen den Zuschlag erhielt. Der Kern des Gebäudes wird aus Beton bestehen, die Außenhülle aus Holz, das mit hellen Metallplatten verkleidet wird. „Durch diese Konstruktion sparen wir Zeit und Geld. Sowohl das Budget wie auch der Zeitrahmen sind nicht üppig", so Bondzio. Helles Holz und viel Tageslicht Helles Holz und viel Tageslicht sorgen im Inneren des Hauses für eine freundliche Atmosphäre, die Nutzfläche beträgt 1.010 Quadratmeter. Ende des Jahres soll der Bauantrag gestellt, 2020 das Gebäude fertig werden. Das Audimax kann nach dem aktuellen Zeitplan für die Sanierung des Hauptgebäudes noch bis zum Herbst 2019 genutzt werden. In der Übergangszeit sollen Räume in der Stadt genutzt und e-learning-Angebote gemacht werden. "Das Gebäude ist wichtig für die Entwicklung der Universität", sagt Rektor Gerhard Sagerer. „Wir haben seit längerer Zeit Bedarf an Flächen für die Lehre." Dafür sorgten Studentenzahlen, die auch nach dem doppelten Abiturjahrgang hoch geblieben seien, sowie die größte Personaloffensive in der Geschichte der Uni, durch die allein 40 neue Professuren geschaffen wurden.

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