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Baugebiet Hollensiek: Das Areal an der Babenhauser Straße gilt als größtes Einfamilienhaus-Neubaugebiet der Stadt. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, auch neue Mehrfamilienhäuser könnten dort noch gebaut werden. - © Andreas Zobe
Baugebiet Hollensiek: Das Areal an der Babenhauser Straße gilt als größtes Einfamilienhaus-Neubaugebiet der Stadt. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, auch neue Mehrfamilienhäuser könnten dort noch gebaut werden. | © Andreas Zobe

Bielefeld Warum sich Bielefelds Wohnungsmangel bis 2020 wohl noch verschärfen wird

Wohnungsbau: Die Verwaltung hat aufgelistet, wo zeitnah gebaut werden kann. Bis 2020 werden 5.200 neue Wohnungen gebraucht, aber nur 1.500 sind möglich

Sebastian Kaiser
29.09.2017 | Stand 29.09.2017, 11:33 Uhr

Bielefeld. Die Stadt wächst und damit der Bedarf an Wohnraum. Rund 5.200 neue Wohnungen werden bis zu Jahr 2020 gebraucht, so die Stadtverwaltung. Die zu bauen, lässt sich beim besten Willen nicht schaffen. Nur 1.500 Wohneinheiten, so eine Analyse des Bauamtes, die am Abend im Rat vorgelegt wurde, sind möglich. 82 aktuelle Bebauungspläne liegen derzeit auf den Tischen im Bauamt. Es geht um große Gebiete mit hunderten von Wohnungen und kleinere Grundstücke, auf denen nur einige Eigenheime entstehen können. Für einige gibt es schon Baurecht, für andere nur Ideen. „Wir haben alle Flächen aufgelistet, die aufgrund politischer Beschlüsse geeignet sind, dort Wohnungen zu bauen", sagt Annette Mosig vom Bauamt. Rund 1.500 Wohneinheiten könnten in Gebieten entstehen, in denen schon gebaut wird oder bis 2020 Häuser entstehen könnten. „Außerdem gibt es noch alte Bebauungspläne, die noch nicht ausgeschöpft sind, sowie zahlreiche Baulücken", so Mosig. Optimistisch gesehen gehe es um „1.500 plus x". Große Projekte
 in Dornberg 
und Jöllenbeck Größere Projekte stehen vor allem für die Stadtbezirke Dornberg und Jöllenbeck auf der Liste. Darunter befinden sich in Dornberg die Gebiete „Hollensiek", wo noch weitere Häuser möglich sind, das Gebiet „Menzelstraße" (30 Wohneinheiten) sowie das Gebiet „Fürfeld", wo 130 Wohneinheiten in Eigenheimen, Mehrfamilien- und Doppelhäusern denkbar sind. In Jöllenbeck geht es beispielsweise um das „Wohnen an der Lohheide" sowie Bauflächen am Mondsteinweg. In Vorbereitung ist das „Wohnquartier Neulandstraße" mit rund 280 Wohneinheiten. Im Süden der Stadt gibt es derzeit nur mittelfristig, bis Ende 2023, eine Perspektive, so die Aufstellung des Bauamtes. Zwar gibt es in Brackwede derzeit sechs Areale, in denen gebaut wird oder in denen Grundstücke vermarktet werden, doch in den nächsten Jahren verläuft die Entwicklung langsamer. So ruht das Verfahren für das Gebiet „Arminstraße" zur Zeit. In Senne zeichnen sich keine größeren Bauvorhaben ab, in Sennestadt könnte es ab Mitte 2018 Baurecht für die Gebiete „Wohnen an der südlichen Donauallee" (65 Einheiten) und „Schillingsgelände" (150 Einheiten) geben. In Heepen nennt das Bauamt eine Reihe von Projekten, die mittelfristig abgeschlossen werden könnten, darunter „Brockeiche" (60 Einheiten) sowie „Alter Postweg" und „Großes Feld". Bis zu 150 Wohneinheiten könnten am Amerkamp östlich der Hillegosser Straße entstehen. Von einem zeitnahen Abschluss geht die Verwaltung mit Blick auf die Bauvorhaben „Leibnitzstraße" und „Hakenort" in Mitte aus. In Schildesche geht es unter anderem um den Neubau von 196 Studentenwohnungen an der Stennerstraße, das Projekt „Wohnen an der Plaßstraße" (50 Einheiten), bei dem die Vermarktung laut Bauamt in der Vorbereitung ist, und um das „Wohnen an der Geschwister-Scholl-Straße" (21 Einheiten), wo im nächsten Jahr Baurecht erwartet wird. Während für Gadderbaum über die bereits laufenden Mehrfamilienhausprojekte in Bethel keine Vorhaben auf der Liste stehen, liegen in Stieghorst neue Bauanträge vor: „Gaststätte Siekmann" (48 Wohneinheiten) und Lipper Hellweg" (20 Einheiten). Hinzu kommen als mittelfristige Projekte das „Wohnen am Bollholz" (bis zu 40 Einheiten) und der geplante Bau von 200 Wohnungen an der Greifswalder Straße.

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