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Viele Details: Aus den oft vielfarbig bedruckten Stoffen der Brüder Moritz und Julius Wallach fertigten fleißige Näherinnen schon damals die ersten eleganten Trachtenkleider. Und immer noch sind Modelle dieser Art der Hit zur Oktoberfest-Zeit.
Viele Details: Aus den oft vielfarbig bedruckten Stoffen der Brüder Moritz und Julius Wallach fertigten fleißige Näherinnen schon damals die ersten eleganten Trachtenkleider. Und immer noch sind Modelle dieser Art der Hit zur Oktoberfest-Zeit.

Bielefeld Bielefelder machten das Dirndl erst schick

Die jüdischen Geschäftsleute Moritz und Julius Wallach belieferten von München aus den europäischen Hochadel mit veredelten Versionen der bodenständigen Tracht

Heidi Hagen-Pekdemir Heidi Hagen-Pekdemir
30.09.2015 | Stand 30.09.2015, 06:47 Uhr
Fein rausgeputzt: Moritz (r.) und Julius Wallach (2. v. r.), trugen selbst Lederhose und Filzhut und Kniebundhose und Lodenjacke. Das Foto, eine Atelieraufnahme um 1900, zeigt sie mit ihrer Mutter Julie (l.) und den Geschwistern Else und Adolf. - © Archiv
Fein rausgeputzt: Moritz (r.) und Julius Wallach (2. v. r.), trugen selbst Lederhose und Filzhut und Kniebundhose und Lodenjacke. Das Foto, eine Atelieraufnahme um 1900, zeigt sie mit ihrer Mutter Julie (l.) und den Geschwistern Else und Adolf. | © Archiv

Bielefeld. Das Dirndl hat in Bielefeld eine ähnliche Tradition wie der Weihnachtsbaum in der islamischen Welt. Dass es ausgerechnet zwei Bielefelder waren, die der Arbeitskleidung für Mägde zum Kultstatus verhalfen, dürfte zu Oktoberfest-Zeiten trotzdem manchen interessieren.

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