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Endstation Paris: Der Sonderzug, der auf der europäischen Normalspur fährt, besteht aus sechs Wagen von Eisenbahnunternehmen aus sechs Ländern: Österreich, Ungarn, Schweiz, Italien, Frankreich und Deutschland.  - © istock
Endstation Paris: Der Sonderzug, der auf der europäischen Normalspur fährt, besteht aus sechs Wagen von Eisenbahnunternehmen aus sechs Ländern: Österreich, Ungarn, Schweiz, Italien, Frankreich und Deutschland.  | © istock
Initiative

Mit einem Zukunftszug nach Paris

Derzeit ist der EU-Sonderzug „Connecting Europe Express“ unterwegs. Der am 2. September in Lissabon gestartete Botschafter 
für das „Europäische Jahr der Schiene 2021“ steuert bis zum 3. Oktober auch einige deutsche Städte an.

29.09.2021 | Stand 28.09.2021, 14:30 Uhr

Aus München rollt der Zug nach Stuttgart, Ulm, Karlsruhe, Frankfurt am Main, Leipzig, Halle (Saale), Berlin, Hamburg, Bremen und Bad Bentheim. Auf seiner Tour über den Kontinent verbindet der CEE rund 100 Städte, ehe er am 7. Oktober in Paris ankommt.

„Der Connecting Europe Express ist viel mehr als nur ein Zug – er ist ein lebendes Experiment", sagt Adina Valean, EU-Kommissarin für Verkehr. Seine Fahrt durch Europa ermögliche es, die Fortschritte und Vorteile des Schienenverkehrs zu sehen, aber er rücke auch die verbleibenden Probleme ins Licht, die gelöst werden müssten, um zusammenführende Projekte wie den einheitlichen europäischen Eisenbahnraum und die Transeuropäischen Verkehrsnetze zu vollenden.

DB-Vorstandsvorsitzender Richard Lutz betont: „Wir heißen den Connecting Europe Express in Deutschland herzlich willkommen! Wir freuen uns darauf, dabei die Vielfalt der Deutschen Bahn, ihre Leistungen und das Team DB vorstellen zu können. Die Schiene ist ein starkes Rückgrat für Europa, und die europäischen Bahnen sorgen gemeinsam für klimafreundliche Mobilität und Logistik – für die Menschen, für die Wirtschaft und ein Zusammenwachsen von Ländern und Leuten in Europa." Der Schienengüterverkehr und die neue Technologie des Kuppelns von Güterwagen stehen beispielsweise beim Halt des Sonderzuges am 29. September in der neuen Zugbildungsanlage in Halle (Saale) im Blickpunkt: Dr. Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr der DB AG und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG, stellt gemeinsam mit Vertretern der EU-Kommission und in Anwesenheit des sachsen-anhaltinischen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff die Digitale Automatische Kupplung vor. Am Berliner Bahnhof Südkreuz bereiten am gleichen Tag der DB-Vorstandsvorsitzende Richard Lutz, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, dem CEE einen feierlichen Empfang.

Auf der Zugreise durch Deutschland sind Gespräche mit Politikern und Experten zu verschiedenen europäischen Verkehrsthemen geplant. In den Städten finden Flaggenübergaben und Veranstaltungen statt. Bei längeren Stopps kann ein Sonderwagen mit einer Ausstellung über neue Technologien und Infrastrukturprojekte im Schienenverkehr besichtigt werden, so zum Beispiel am 30. September im Berliner Ostbahnhof. Mit Europa-Symbolik illuminiert werden am 29. und 30. September der Berliner Hauptbahnhof und der Ostbahnhof.

Der griechische Reiseblogger Kamil Goungor wird die Reise von München nach Berlin begleiten. Er berichtet über barrierefreies, grünes und preiswertes Reisen und setzt sich für inklusive und nachhaltige Transport- und Unterkunftsmöglichkeiten für alle ein.

Der Connecting Europe Express ist eine Initiative im Europäischen Jahr der Schiene 2021 und verbindet die portugiesische, slowenische und französische EU-Ratspräsidentschaft miteinander. Der Sonderzug, der auf der europäischen Normalspur fährt, besteht aus sechs Wagen von Eisenbahnunternehmen aus sechs Ländern: Österreich, Ungarn, Schweiz, Italien, Frankreich und Deutschland. Neben dem Ausstellungswagen gibt es je einen Konferenz-, Speise- und Schlafwagen sowie zwei Sitzwagen.

Mit zahlreichen Aktionen in ganz Europa wird die Nutzung des Schienenverkehrs das ganze Jahr über gefördert und damit ein Beitrag zum Ziel des europäischen Grünen Deals – Klimaneutralität bis 2050 – geleistet. Der Schienenverkehr ist EU-weit für weniger als 0,5 Prozent der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich und zählt damit zu den nachhaltigsten Formen des Personen- und Güterverkehrs. Dennoch werden nur etwa 7 Prozent der Fahrgäste und 11 Prozent der Güter per Bahn befördert. 2021 ist außerdem das erste Jahr der vollständigen Anwendung des 4. EU-Eisenbahnpakets für einen einheitlichen europäischen Eisenbahnraum. Damit werden wichtige Weichen für ein effizienteres europäisches Schienennetz und nahtlose Mobilität über Grenzen hinweg gestellt.

Beispielsweise unterstützt die EU mit 12,7 Millionen Euro den Ausbau der Strecke von Bremen nach Groningen. Ab 2024 entsteht so eine schnellere, komfortablere und umweltfreundlichere Verbindung zwischen den Metropolregionen. Die Reisezeit wird auf unter zwei Stunden und 15 Minuten verkürzt. Ein zusätzlicher Wunderline-Expresszug sowie mehr Züge, die weniger Lärm emittieren und sicherer sind, sollen eingesetzt werden. 

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